Ter junge Gelehrte.
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Valer. Weiter ist es nichts?
Anton. Ich dächte noch, das wäre genug. Und wie hältes denn mit Liscttcns Ausstattung? Ich muß mich um ihr Ver-mögen so gut als um das meinigc bekümmern, weil es dochmeine werden soll.
Valer. Seyd unbesorgt; wenn ich mein Glück mache, sowill ich das eurigc gewiß nicht vergessen.
Anton. Gesetzt aber, Sie machten es nicht? Und was ver-sprochen ist, ist doch versprochen.
Valer. Auch alsdenn will ich cucrn Eifer nicht nnbelohntlassen.
Anton. Ach, das sind Komplimente, Komplimente!Kisette. So hör einmal auf!
Anton. Bist du nicht eine Närrin; ich rede ja für dich mit.
-LUsette. Es ist aber ganz unnöthig.
Anton. Unnöthig? Habt ihr euch denn nicht gezankt?
K.lsette. Warum nicht gar?
Anton. Hat er sein Versprechen nicht zurückgezogen?
Aisette. Nein doch.
Anton. O so verzeihen Sie mir, Herr Valer. Die Gallckann einem ehrlichen Manne leicht überlaufen. Zch bin einwenig hitzig, zumal in Geldsachen. Fürchten Sie Sich für denAdvokaten nur nicht.--
Valer. Und ich kann in einer so marternden Ungewißheithier noch verziehen? Ich muß sie sprechen; vielleicht hat sie csnoch nicht gethan — —
K-iselte. Hat sie cs aber gethan, so kommen Sie dem Al-ten ja nicht zu nahe!
Valer. Zch habe von dem ganzen Handel nichts gewußt.
A.isette- Desto schlimmer alsdenn für mich. Gehen Sie nur.
Dreizehnter Auftritt.
Anton. Lisette.
Anton. Desto schlimmer für dich? Was ist denn destoschlimmer für dich? Warum soll er denn dem Alten nicht zunahe kommen? Was habt ihr denn wieder?
L.isette. Zc, der verfluchte Brief!