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1 (1838)
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Der junge Gelehrte.

mich selbst schon, mehr als einmal, aus der Stube gestoßen.Komm nur, er ruft uns gewiß selbst wieder, sobald er fertigist, und vielleicht das ganz- Haus dazu.

K.lsctte- (indem sich Daniis umwendet, bleibt sie starr vor ihm stehen,und nininit seinen Ton an)

Meiner Hochzeitfcickcl BrandSey von mir jetzt selbst besungen!(Damis thut als ob er sie nicht gewahr würde, und stößt auf sie)Damis. Was ist das?

Eiferte. Was ist das? (beide als ob sie zu sich selbst kämen)

Damis. Unwissender, niederträchtiger Kerl! habe ich dirnicht oft genug gesagt, keine Seele in meine Stube zu lassen,als aufs höchste meinen Vater? Was will denn die hier?

Ä.isette. Unwissender, niederträchtiger Kerl! hast du mir esnicht oft genug gesagt, daß ich mich aus der Stube fortmachensoll? Kannst du dir denn aber nicht einbilden, daß die, welcheim Kabinctc hat seyn dürfen, auch Erlaubniß haben werde, inder Stube zu seyn? Unwissender, niederträchtiger Kerl!

Anton. Wem soll ich nun antworten?

Damis. Gleich stoße sie zur Stube hinaus!

Anton. Stoßen? mit Gewalt?

Damis, Wenn sie nicht in gutem gehen will

Anton. Lisettc, geh immer in gutem

S.iserce. Sobald es mir gelegen seyn wird.

Damis. Stoß sie heraus, sag ich!

Anton, Komm Lisctte, gieb mir die Hand; ich will dichganz ehrbar heraus führen.

Eiferte. Grobian, wer wird denn ein Frauenzimmer mitder bloßen Hand führen wollen?

Anron. O ich weiß auch zu leben! In Ermanglungeines Handschuhs also (er nimmt den Zipfel von der Weste)werde ich die Ehre haben--

Damis. Ich seh wohl, ich soll mich selbst über sie machen (gehl auf sie loß)

-lisettc. Ha! ha! ha! so weit wollte ich Sie nur gernbringen. Adjeu!