Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
289
Einzelbild herunterladen
 

Der junge Gelehrte.

28i>

Anton. Nein; aber wo mir recht ist, jetzt bor ich ihn.Ä.lsctte. Laß ihn mir kommen; toll will ich ihn noch ma-chen, zu guter letzt.

Vierzehnter Austritt.

Anton. Liserre. Damis.(kömmt ganz tiefsinnig; Lisclte schleicht hinter ihm her, und macht seineGrimassen nach)

Anton. Halt! ich will ihn noch ein wenig zappeln lassen,und ihm die Briefe nicht gleich geben, (steckt sie ein) Wie sotiefsinnig, Herr Damis? was steckt Ihnen wieder im Kopfe?

Damis. Halt dein Maul!

Anron. Kurz geantwortet! Aber soll sich denn ein Bedien-ter nicht um seinen Herrn bckümncrn? Es wäre doch ganz bil-lig, wann ich auch wüßte, worauf Sie dächten. Eine blindeHenne findet auch manchmal ein Körnchen, und vielleicht könnteich Zhncn

Damis. Schweig!

Anton. Die Antwort war noch kürzer. Wenn sie Stuf-fcnwcise so abnimmt, so will ich einmal sehen, was übrig blei-ben wird. Was zahlen Sie denn an den Fingern? Washat Zhncn denn der arme Nagel gethan, daß Sie ihn so zer-beißen? (er wird Liscttcn gewahr) Und, zum Henker, wasist denn das für ein Affe? Kömmst du von Sinnen?

Fusette. Halt dein Maul!

Anron. Um des Himmels willen geh! Wann mein Herraus seinem Schlafe erwacht, und dich siehtKisetre, Schweig!

Anton. Willst du mich oder meinen Herrn zum besten ha-ben? So sehen Sie doch einmal hinter sich, Herr Damis!

DkMlS. (geht einigemal tiefsinnig auf und nieder; Liscttc in gleichenStellungen hinter ilnu her; und wann er sich umwendet, schleicht sie sichhurtig herum, daß er sie nicht gewahr wird)

Meiner Hochzeitfackel BrandSey von mir jetzt selbst besungen!

Anron. Ho! ho! Sie machen Vcrsc? Komm, Liscttc, nunmüsscn wir ihn allcin lassen. Bey solcher Gelegenheit hat cr

Lchm^S Werke I. II