Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
293
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Ter junge Gelehrte.

viel kahler klingt, als ein LnitküLimium, ein Il^meiueu«, ein'tiial-ilsro.

Anron. Mir nicht; wahrhaftig mir nicht! denn jenes ver-steh ich, und dieses nicht. Ein Hochzcitgedichtc haben Sie alsomachen wollen? Warum sagten Sie das nicht gleich?O! in Hochzcitgcdichtcn habe ich eine Belcfcnhcit, die erstau-nend ist. Ich muß Ihnen nur sagen, wie ich dazu gekommenbin. Mein wcyland seliger Vater hatte einen Vetter undgewisser Maasscn war es also auch mein Netter

Damis. Was wird das für ein Gewäsche werden?

Anton. Sie wollen es nicht abwarten? Gut! Der Schadeist Ihre. - Weiter also: Verse auf eine Hochzeit wolltenSie machen? aber auf was denn für eine?

Damis. Welche Frage! auf meine eigne.

Anton. Sie hcyrathcn also Julianen noch? Der Alte willes ja nicht?---

Damis. Ah der!

Anton. Es ist schon wahr; was hat sich ein Sohn umden Vater zu bekümmern? Aber sagen Sie mir doch: schickt essich denn, daß man auf seine eigne Hochzeit Verse macht?

Damis Gewöhnlich ist es freylich nicht; aber desto besser!Geister, wie ich, lieben das Besondre.

Anton, (bei Seite) St! jetzt will ich ihm einen Streichspielen! (laut) Hören Sie nur, Herr DamiS, ich werde csselbst gern sehe», wenn Sie Julianen hcyrathcn.

Damis. Wie s^

Anton. Ich weiß nicht, ob ich mich untcrstchcn darf, esIhnen zu sagen. Ich habe ich habe selbst--

ZOamis. Nur heraus mit der Sprache!

Anton. Ich habe selbst versucht, Verse auf Ihre Hochzeitzu machen, und deswegen wollte ich nun nicht gern, daß meineMühe verloren wäre.

Damis. Das wird etwas schönes seyn!

Anton. Freylich! denn das ist mein Fehler; ich macheentweder etwas rechtes, oder gar nichts.

Damis. Gieb doch her! vielleicht kann ich deine Reimeverbessern, daß sie alsdcnn mir und dir Ehre machen.