Der junge belehrte.
Anton. Hören Sie nur, ich will sie Zhnen vorlesen.<Er sucht einen Zettel aus der Tasche) Ganz bin ich noch nicht fer-tig, muß ich Ihnen sagen. Der Ansang aber, aus dem auch
allenfalls das Ende werden kann, klingt so--Rücken Sie
mir doch das Licht ein wenig näher! — —
Du, o edle Fertigkeit,
Zu den vorgesetzten Zwecken
Tüchtge Mittel--
Darms. Halt! du bist ein elender Stümper! Ha! ha!ha! Das du o steht ganz vergebens. Edle Fertigkeit sagtnichts weniger, und Du o edle Fertigkeit nichts mehr. l)e-legtur er^o du o! Damit aber nicht zwey Sylben fehlen, soverstärke das Beywort edel, nach Art der Griechen, und sageüberedel. Zch weiß zwar wohl, ubcredel ist ein neues Wort;aber ich weiß auch, daß neue Wörter dasjenige sind, wasPoesie am meisten von der Prosc unterscheiden muß. SolcheVorthcilchcn merke dir! Du mußt dich durchaus bestreben, et-was unerhörtes, etwas ungesagtes zu sagen. Verstehst du mich,dummer Teufel?
Anton. Zch will es hoffen.Damis. Also heißt dein erster Vers
Uebercdlc Fertigkeit zc,Nun lies weiter!
Anron. Zu den vorgesetzten Zwecken
Tüchtge Mittel zu entdecken,
Und sich dann zur rechten Zeit
Ihrer Kräfte zu bedienen,
Wirst, so lange bis die Welt
In ihr erstes Cha- Cha- Chaos fällt,
Wie die Pappelbänme grünen.Aber, Herr Damis, können Sie mir nicht sagen, was ich hiermuß gedacht haben? Verflucht! das ist schön; ich verstehe michselbst nicht mehr. Das erste Cha — Chaos; — ich dächteich hätte das Wort noch nie in meinen Mund genommen, sofürchterlich klingt es mir.Zvamis. Z^ge doch — —
Anton. Warten Sie, warten Sie! Zch will es Zhnennoch einmal vorlesen.