Der Misogyn.
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Aelio. Sie dürfen ja mir im Kanzclcystilc mit ihm reden;und es wird so gut seyn, als ob wir nicht da wären.
U?umsl). Aber es sind ja meine Freunde; was Sie mirzu sagen haben, können Sie ja wohl in ihrer Gegenwartsagen.
Solbist. Sie wollen mich also nicht hören? Gut!--
(er will gehen)
Aelio. Wir wollen Sie seinem Eigensinne nicht aussetzenHerr Wumshätcr. Bleiben Sie nur, Herr Solbist; wir gehenschon, (sachte zum Baicr) Kommen Sie, Nalcr; es wird ohnedem bald Zeit seyn, daß ich mich umkleide.")
Mnmsl). Nehmen Sie es doch nicht übel!
(Baler und Lclio geben ab)
Fünfter Auftritt.Wumshäter. Solbist.Vvumsh. Lassen Sie doch nunmehr hören, Herr Solbist,was Sie mir für Geheimnisse zu vertrauen haben.
Solbist. Sind sie weg? — Treten Sie hierher! sie möch-ten an der Thüre horchen.
U?UMLh. Nun?
Solbist. Herr Leander —
Mumsh. Hat ihn der Henker geholt?
Solbist. St! Hören Sie doch nur. Herr Leander will —sachte ins Ohr) will sich mit Zhncn vergleichen.
U?umsh. (sehr lant) Was? will sich mit mir vergleichen?
Solbist. St! st! Za, er will. Er hat sich von mir las-sen übern Tölpcl stoßen.
U?umsh. (sehr laut) Sie mögen selber ein Tölpcl seyn. Ichmag mich mit ihm nicht vergleichen. Wie viele hundertmalhabe ich Ihnen das nicht auf das theuerste versichert?
Solbist. St! st! st! Mit Ihrem verzweifelten Schreyenwerden Sie mich um Ehre, Reputation, Kredit und alles brin-gen. Wenn es nun jemand gehört hat?
rvumsh. O, das Zeugniß will ich Ihnen vor aller Welt
°) Die Worte „es wird — umkleide" fehlen 1755.