?cr Misogyn.
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L.anra> Wie, Bruder? So ist deine Hilaria hier, unddu hast mir es auch nicht mit einem einzigen Worte vorhcrgc-sagt, daß sie kommen werde?
valcr. Du wirst es nicht übel nehmen, Schwester. Ichhabe dir nichts ungewisses sagen wollen. — Du wirst dich aberüber noch weit mehr, als über ihre blosc Ankunft, zu verwun-dern haben. Zhrc erstaunliche Achnlichkcit mit ihrem Bruder —Wen seh ich? Himmel! Sie ist es selbst!
Vierter Auftritt-Lclio. (in ihrer wahre» Gestalt als Hilaria) Die Vorigen.
Valcr. Ach! schönste Hilaria, wie erfreut, wie glücklichmachen Sie mich! Wie soll ich Ihnen genug dafür danken,daß Sie eine Familie zu besuchen würdigen, die auf eine nä-here Verbindung mit Ihnen schon zum voraus stolz ist.
Aelio. Erlauben Sie, Valcr, daß ich vor jetzt Zhrc Schmci-chclcy unbcantwortct lasst, und vor allcn Dingcn demjenigen(gegen Wumshätcrn) meine Ehrerbietigkeit bezeuge, der es mir sogütig erlauben will, ihn als einen Vater zu lieben.
IVumsh. Es ist mir angc — sehr unangc — nicht ganzunangenehm, Madmoiscll, Sic kcnncn zu lernen; nur muß ichZhncu glcich Anfangs sagen, daß Sic cin wenig zu geschwindgehen. Ich werde von zweyen bereits Vatcr gcncnnt —
Valcr. Und es ist sein einziger Wunsch, auch von Ihnendafür erkannt zu werden. —
IVumsh. Nein doch, mein Sohn.
V«ler. (indem er die Hilaria der Laura zuführt) Lassen Sie Sich,Hilaria, von einer Schwester umarmen, die ihre Freude nichtmehr mäßigen kann.
K.elio. (indem sie sich umarmen) Ich bin so frey, schönsteLaura, lim Zhrc Freundschaft zu bitten. —
Aaura. Zch bin beschämt, daß ich mir in dieser Bitte habezuvor kommen lassen.
valcr. Nun, Herr Vatcr? erstaunen Sic nicht über dieGleichheit, die Hilaria mit ihrcm Brudcr hat?
L.aura- Gewiß, man muß darüber erstaunen. Zch kannmich nicht satt sehen. Wo ist Herr Lclio? Warum können