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1 (1838)
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Der Misogyn.

valcr. Nicht, weil Sie müssen, Herr Vater! Lassen Sieuns diese schmerzliche Worte nicht hören. Vergeben Sie uns,weil Sie uns lieben-

Wumsh. Nun ja doch, weil ich dich liebe.

K.elio. Und mich bald lieben werden, wie ich gewiß hoffe.

wumsl). Sie hoffen zu viel. Daß ich Sie nicht hasse,das wird alles seyn, was ich thun kann. Ich sehe wohl, derMensch soll verliebt, er soll närrisch seyn. Was kann ich widerdas Schicksal? Sey es, mein Sohn, nur auch. Sey närrisch!durch unsere Narrhcit werden wir am sichersten klug. Zieh inFrieden; es ist mir lieb, daß ich wenigstens kein Augenzeugevon deiner Thorheit seyn darf. Mache nur, daß mir meineTochter nicht länger widerspenstig ist

L.aura. Sorgen Sie nicht, Herr Vater, ich will Ihnennicht einen zweyten Verdruß machen. Ich gebe Herr Leandernmeine Hand, und würde sie ihm gegeben haben, wenn Lelioauch nicht Hilaria wäre, (gegen dic Hilaria) Dieses Ihnen zurNachricht, wegen der triumphirciidcn Mine!")

L.clio. Sind Sie ungehalten gegen mich, liebste Laura?(zu Leander») Wie haben Sie es ewig angefangen, mein Herr,daß Sie ein solches Fclscnhcrz zur Liebe haben bewegen können?Wenn Sie wüßten, was für Angriffe ich auf dasselbe in meinerVerkleidung gewagt, und wie standhaft es gleichwohl

L.aura. Stille Hilaria, oder ich werde noch ungehalten,(zu Leandern, welcher der Hilaria antwortm will) Antworten Sie ihrnicht, Leander, ich verspreche Ihnen, daß Sie nie einen ge-fährlichern Nebenbuhler haben sollen, als Lelio war.

Ä.eanver, Wie glücklich bin ich!

Valcr. Und wie glücklich bin auch ich!

wumsh. Ueber Jahr und Tag, hoff ich, sollt ihr anderserklamiren!

Ä.lsetle. Freylich anders, besonders wenn mehr Stimmendazu kommen (gegen die Zuschauer) Lachen Sie doch, meineHerrn, diese Komödie schließt sich wie ein Hochzcitkarmen!

°) Lelios und Laurens folgende Reden fehlen 1735.