Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
393
Einzelbild herunterladen
 

?cr Freygeist.

3!>3

Zweyter Austritt.Adrast.

Daß ich ihn nimmermehr wiedersehen dürste! Wel-cher von euch Schwarzröckcn wäre auch kein Heuchler?Priestern habe ich mein Unglück zu danken. Sie haben michgedrückt, verfolgt, so nahe sie auch das Blut mit mir verbundenhatte. Hassen will ich dich, Thcophan, und alle deines Ordens!Muß ich denn auch hier in die Vcrwandschaft der Geistlichkeitgerathen? Er, dieser Schleicher, dieser blöde Ncrlcugncrseines Verstandes, soll mein Schwager werden? Undmein Schwager durch Julianen ? Durch Julianen? Welchgrausames Geschick verfolgt mich dock ühcrall! Ein alter Freundmeines verstorbenen Vaters trägt mir eine von seinen Töchternan. Zeh eile herbey, und mnß zu spat kommen, und muß die,welche auf den ersten Anblick mein ganzes Herz hatte, die, mitder ick allein glücklich leben konnte, schon versprochen sindcn.Ach, Zulianc! So wärest du mir nickt bestimmt? du, die ichliebe? Und so soll ich mich mit einer Schwester begnügen, dieich nicht liebe?--

Dritter Austritt.Lisidor. Adrast.

Aisivor. Da haben wirs! Schon wieder allein, Adrast?Sagen Sie mir, müssen die Philosophen so zu Winkel kriechen ?Ich wollte doch lieber sonst was scvn Und, wenn ichrecht gehört habe, so sprachen Sie ja wohl gar mit Sich selber?Nu, nu! cS ist schon wahr: ihr Herren Grillcnsängcr könntfreylich mit niemand klügcrm reden, als mit euch selber. Abergleichwohl ist unser einer auch kein Katzenkopf. Zeh schwatzeeins mit, es mag seyn, von was cs will.

Adras?. Verzeihen Sie

AisiSor. Ze, mit Seinem Verzeihen! Er hat mir ja nochnichts zuwider gethan Zeh habe gern, wenn die Leutelustig sind. Und ich will kein ehrlicher Mann seyn, wenn ichmir nicht eine rechte Freude darauf eingebildet habe, den Wild-fang, wie sie Ihn sonst zu Hause nannten, zu meinem Schwic-