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1 (1838)
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Der Frcygcift.

scn: das ist unleugbar. Es ist mir aber doch lieb, daß ich ihmnie einen redlichen Tropfen Bluts zugetrauet, und seine süßenReden jederzeit für das gehalten habe, was sie sind.

Vierter Auftritt.

Adraft. Johann.Johann. Nun? haben Sie den Araspe gefunden?Adrast. Za. (noch bitter.)Johann. Gchts gut?Adrast. Vortrefflich.

Johann. Ich hätte es ihm auch rathen wollen, daß erdie geringste Schwierigkeit gemacht hätte! Und erhat doch schon wieder seinen Abschied genommen?

Adrast. Verzieh nur: er wird uns gleich den unsrigcnbringen.

Johann. Er den unsrigcn? Wo ist Araspe?--

Adrast. Beym Lisidor.

Johann. Araspe beym Lisidor? Araspe?

Adrast. Za, Theophans Vetter.

Johann. Was frage ich nach des Narren Vetter? Ichmeyne Araspcn.

Adrast. Den meyne ich auch.Johann. Aber

Adrast. Aber siehst du denn nicht, daß ich rasend werdenmöchte? Was plagst du mich noch? du hörst ja, daß Thco-phan und Araspe Vettern sind.

Johann. Zum erstenmal in meinem Leben. Vet-tern? Ey! desto besser; unsere Wechsel bleiben also in derFreundschaft, und Zhr neuer Herr Schwager wird dem altenHerrn Vetter schon zureden

Adrast. Du Dummkopf! Za, er wird ihm zureden,mich ohne Nachsicht unglücklich zu machen. Bist du denn soalbern, es für einen Zufall anzusehen, daß Araspe hier ist?Siehst du denn nicht, daß es Thcophan muß erfahren haben,wie ich mit seinem Vetter stehe? daß er ihm Nachricht vonmeinen Umständen gegeben hat? daß er ihn gezwungen hat,über Hals über Kopf eine so weite Reise zu thun, um die Gc.