?cr Freygeist.
alles wahr, was Ihnen Hcnricttc hintcrbracht bat. Sie warniederträchtig genug, nns zu behorchen. — Zch liebe Julianen,und habe ihr meine Liebe gestanden. —
Thcophan. Sie lieben Julianen? —
Avrast. lspöltisch) Und was das schlimmste dabey ist, obneden Thcophan um Erlaubniß gebeten zu haben.
Thcophan. Stellen Sie Sich deßwegen zufrieden. Siehaben nur eine sehr kleine Formalität Übergängen.
Adrast. Ihre Gelassenheit, Thcophan, ist hier nichts beson-ders. Sie glauben Ihrer Sachen gewiß zu seyn. — — Undach! wenn Sie es doch weniger waren! Wenn ich doch nurmit der geringsten Wahrscbcinlichkcit hinzu setzen könnte, daß Ju-liane auch mich liebe. Was für eine Wollust sollte mir dasErschrecken seyn, das sich in Ihrem Gesichte verrathen würde!Was sür ein Labsal für mich, wenn ich Sie seufzen borte,wenn ich Sie zittern sähe! Wie würde ich mich freuen, wennSie Ihre ganze Wut an mir auslasscn, und mich voller Ver-zweiflung, ich weiß nicht wohin, verwunschen müßte»!
Thcophan. So könnte Sie wohl kein Glück entzücken, wenn
es nicht durch das Unglück eines andern gewürzt würde?---Ich
bctaurc den Adrast! Die Liebe muß alle ihre verderbliche Machtan ihm verschwendet haben, weil er so unanständig reden kann.
Adrast. Wohl! an dieser Miene, an dieser Wendung er-innere ick mich, was ich bin. Es ist wahr, ich bin Ihr Schuld-ner, Tbcopban; und gegen seine Schuldner hat man das Recht,immer ein wenig groß zu thun; — — doch Geduld! ich boffces nicht lange mehr zu seyn. Es hat sich noch ein ehrlicherMann gefunden, der mich aus dicscr Verlegenheit reißen will.Zch weiß nicht, wo er bleibt. Seinem Versprechen gemäß,hätte er bereits mit dem Gelde hier seyn sollen. Zch werdewohl thun, wenn ich ihn hole.
Thcophan. Aber noch ein Wort, Adrast. Zch will Ih-nen mein ganzes Herz entdecken.--
Adrast. Diese Entdeckung würde mich nicht sehr belustigen.Ich gehe, und bald werde ich Ihnen mit einem kühnern Ge-sichte unter die Augen treten können, (gchl.ib.)
Thcophan. (allein) Unbicgsamcr Geist! Fast verzweifle ich