Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
448
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Ter Freygeist.

Es wird so gar gut seyn, wenn Sie cs wisse», damit Sie, wennIhnen »achtheiligc Dinge von mir zu Ohren kommen sollten,den Urheber kennen.

Der Wechsler. Zch werde nicht nöthig haben, daraufzu hören.

Adrast. Aber doch Mit einem Worte, cs istThcophan.

Der Wechsler, (erstaunt) Thcophan?

Adrast- Za, Thcophan. Er ist mcin Fcind--

Der Wechsler. Thcophan Ihr Fcind?Adrast. Sie erstaunen?

Der Wechsler. Nicht ohne die größte Ursache.

Adrast. Ohne Zwcifcl weil Sie glauben, daß ein Mannvon seinem Stande nicht anders, als großmüthig und edel seynkönne?--

Der Wechsler. Mein Hcrr

Adrast. Er ist dcr gefährlichste Heuchler, den ich unter sci-ncs Gleichen noch jemals gefunden habe.

Der Wechsler. Mcin Hcrr

Adrast. Er wciß, daß ich ihn kcnne, und giebt sich daheralle Mühe, mich zu untcrgrabcn.--

Der Wechsler. Zch bitte Sie

Adrast- Wenn Sie etwa eine gute Meynung von ihm ha-ben, so irren Sie Sich sehr. Vielleicht zwar, daß Sie ihn nurvon der Seite seines Vermögens kennen; und wider dieses habeich nichts: er ist reich; aber cbcn scin Reichthum schafft ihmGclcgcnhcit, auf die allcrfcinstc Art schaden zu können.

Der Wechsler. Was sagen Sie?

Adrast. Er wendet mibcschreiblichc Ränke an, mich ausdiesem Hausc zu bringen; Ränke, dcnen cr ein so unschuldigesAnschcn geben kann, daß ich selbst darüber erstaune.

Der Wechsler. Das ist zu argl Länger kann ich durchausnicht schweigen. Mein Hcrr, Sie hintcrgchcn Sich auf dir er-staunlichste Art.--

Adrast. Zch mich ?

Der Wechsler. Thcophan kann das unmöglich seyn, wo-für Sie ihn ausgeben. Hören Sie alles! Ich kam hierher.