?cr Schatz.
F.eanver. Wahrhaftig! ich habe sie selbst nur gestern Abendssingen hören. Wie wurde ich bczaubcrt!
Staleno. Ah! Er muß Seinen Vormund nicht zum Nar-ren haben. Wenn Er mir keine Antwort geben will: so packeEr sich, und lasse Er mich meinen Gang gehen.
Leander. Sie sind ja gar böse, allerliebster Herr Vor-mund. Ich wollte Ihnen eben Ihre Frage beantworten.
Staleno. Nun! so thu ErS-
Leander. Was war Ihre Frage? Za, ich besinne mich:Sie fragten, ob sie eine gute Haushälterinn sey? O! eine un-vergleichliche! Ich weiß gewiß, sie wird ihrem Manne Zahr ausJahr ein zu Tausenden ersparen.
Staleno, Das wäre noch etwas; aber es war doch auch
nicht das, was ich Ihn fragte. Zch fragte,--versteht Er
denn kein Deutsch?--ob sie reich ist? ob sie eine gute
Aussteuer mit bekömmt?
Leander, (traurig) Eine Aussteuer?
Staleno. Ja, eine Aussteuer. Was gilts, darum hatsich das junge Herrchen noch nicht bekümmert? O Zugend, oJugend! daß doch die leichtsinnige Zugcnd so wenig nach demAllcrnothwcndigstcn fragt! — Nun! wenn Er es noch nichtweiß, was Sein Mädchen mitkriegen soll, so gehe Er, und er-kundige Er Sich vorher. Alsdann können wir mehr von derSache sprechen.
Leander. Das können wir gleich jctzo, wenn es Ihnennicht zuwider ist. Zch bin so leichtsinnig nicht gewesen, sondernhabe mich allerdings schon darnach erkundiget.
Staleno. So weiß Ers, was sie mitkriegt?
Leander. Auf ein Haar.
Staleno. Und wie viel?
-Ü.ean0er. Allzuviel ist es nicht — —
Staleno. Ey! wer verlangt denn allzuviel? Was recht ist!Er hat ja selber schon gcnng Geld.
-L.eander, O! Sie sind ein vortrefflicher Mann, mein lic-bcr Herr Vormund. Es ist wahr, ich bin reich genug, daß ichihr schon diesen Punkt übersehen kann.