Der Sch.iy.
501
Ansclmo- Du sollst so nicht wegkommen, guter Freund!
Raps. O! ich bitte, mein Herr — — (indem ihn Ansclmohalten will, stößt ihn Raps mit Gewalt von sich, daß er rücklings wieder aufden Koffer zu sitze» kommt.) Der alte Dieb könnte wenigstens einenAufkauf erregen. Ich will dir schon einen schicken, der dich bes-ser kennen soll, (geht ab.)
Ansclmo. Da sitze ich ja nun wieder? Wo ist er hin,der Spitzbube? Wo ist er hin?--Ich sehe niemanden. —
— Bin ich auf dem Koffer eingeschlafen, und hat mir das när-rische Zeug geträumt, oder--Den Henker mag es mir ge-träumt haben! - — Ich armer Mann! Dahinter steckt ganzgewiß etwas; ganz gewiß steckt etwas dahinter! Und Maskarill?
— — Maskarill kömmt auch nicht wieder? Auch das gehtnicht richtig zu! auch das nicht! — Was soll ich anfangen?Ich will nur gleich den ersten den besten rufen — — He da,guter Freund, he da!
Zwölfter Auftritt.
Anselmo. Ein andrer Trager.
Der Träger. Was steht zu Ihren Diensten, mein Herr?
Anselmo. Wollt Ihr Euch ein gut Trinkgeld verdiene»,mein Freund?
Der Träger. Das wäre wohl meine Sache.
Anselmo. So nehmt geschwind den Koffer, und bringtmich zu dem Kaufmann Lclio.
Der Trager. Zu dem Kaufmann Lclio?
Anselmo. Za. Er soll da in der Straße, in dem neue»Eckhausc wohnen.
Der Träger. Zch kenne in der ganzen Stadt keinen Kauf-mann Lclio. In dem neuen Eckhausc da unten wohnt jemandganz anders.
Anselmo. Ey nicht doch! Lclio muß da wohncn. Sonsthat cr hier in dicscm Hanse gewohnt, welches ihm auch gehört.
Der Trager. Nun merke ich, wen Sie meynen. Sie mey-nen den lüdcrlichcn Lclio. O! dcn kenn ich wohl!
Anselmo. Was? dcn lüdcrlichcn Lclio?
Der Trager. Ze nu! die ganze Stadt ncnnt ihn so; warum