Der Schatz.
503
Dreyzchntcr Auftritt.
Anselmo. philto.
Anselmo. Unglück über alle Unglücke! Komm mir! Kommnur, du Vcrräthcr!
Philto. Ich muß doch sehen, wer hier das Herze hat, sich
für den Anselmo auszugeben.--Aber was sehe ich? Er
ist es wirklich.--Laß dich umarmen, mein liebster Freund!
So bist du doch endlich wieder da? Gott sey tausendmal ge-dankt. — Aber warum so verdrießlich? Kennst du deinen Philtonicht mehr?
Anselmo. Zch weiß alles, Philto, ich weiß alles. Zstdas ein Streich, wie man ihn von einem Freunde erwartenkann?
Philto. Nicht ein Wort mehr, Anselmo. Zch höre schon,
daß mir ein dienstfertiger Verleumder zuvorgekommen ist.---
Hier ist nicht der Ort, uns wcitläuftigcr zu erklären. Kommin dein Haus.
Anselmo. Zn mein Haus?
Philto. Za; noch ist es das deine, und soll wider deinenWillen nie eines andern werden. Komm; ich habe zu allemGlücke den Schlüssel bey mir. — Ohne Zweifel ist dieses deinKoffer? Fasse nur an; wir wollen ihn selbst hinein ziehen; essieht uns doch niemand.--
Anselmo. Aber meine Baarschaft?--
Philto. Auch diese wirst du finden, wie du sie verlassenhast. (Sie gchcn in das Haus, nachdem sie den Koffer nach sich gezogen.)
Vierzehnter Auftritt.Lelio, Maskarill,Maskarill. Nun? haben Sie ihn gesehen? War er esnicht?
S.elio, Er ist es, Maskarill!
Maskarill. Wenn nur der erste Empfang vorüber wäre!
A.elio. Nie habe ich meine Nichtswürdigkeit so lebhaft em-pfunden, als eben jetzt, da sie mich verhindert, einem Vaterfreudig unter die Augen zu treten, der mich so zärtlich geliebt