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Miß Sara Sampson.
-HannKh. Ach Madam, wie sind Sie außer sich!
Mellefont. Ich will das unschuldige Kind bald in völligeSicherheit bringen. Die Gerechtigkeit wird einer so grausamenMutter die mördrischcn Hände schon zu binden wissen.
(er will gehen.)
XNarwood. Wohin, Mcllefont? Ist es zu verwundern,daß die Heftigkeit meines Schmerzes mich des Verstandes nichtmächtig ließ? Wer bringt mich zu so unnatürlichen Ausschwei-fungen? Sind Sie es nicht selbst? Wo kann Bella sichererseyn, als bey mir? Mein Mund tobet wider sie, und meinHerz bleibt doch immer das Herz einer Mutter. Ach, Mcllc-font! vergessen Sie meine Raserey, und denken, zu ihrer Ent-schuldigung, nur an die Ursache derselben.
XNellefonr. Es ist nur Ein Mittel, welches mich bewegenkann, sie zu vergessen.
zNarroood. Welches?
XNellefont. Wenn Sie den Augenblick nach London zu-rückkehren. Arabcllcn will ich in einer andern Begleitung wie-der dahin bringen lassen. Sie müssen durchaus ferner mit ihrnichts zu thun haben.
N7arwood. Gut, ich lasse mir alles gefallen; aber eineeinzige Bitte gewähren Sie mir noch. Lassen Sie mich IhreSara wenigstens einmal sehen.
Mellefonr. Und wozu?
Marwood. Um in ihren Blicken mein ganzes künftigesSchicksal zu lesen. Ich will selbst urtheilen, ob sie einer Un-treue, wie Sie an mir begehen, würdig ist; und ob ich Hoff-nung haben kann, wenigstens einmal einen Antheil an IhrerLiebe wieder zu bekommen.
XNellefonr. Nichtige Hoffnung!
XNarwood. Wer ist so grausam, daß er einer Elendenauch nicht einmal die Hoffnung gönnen wollte? Ich will michihr nicht als Marwood, sondern als eine Anverwandte vonIhnen zeigen. Melden Sie mich bey ihr als eine solche; Siesollen bey meinem Besuche zugegen seyn, und ich verspreche Ih-nen, bey allem was heilig ist, ihr nicht das geringste anstößigezu sagen. Schlagen Sie mir meine Bitte nicht ab; denn sonst