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Miß Sara ^ampson.
des schrecklichsten Unglücks unter allen, die mir meine feindse-lige Einbildung jemals vorgestellet hat! Er ist noch der zärt-liche Vater? So liebt er mich ja noch? So muß er mich jabeklagen? Nein, nein, das thut er nicht; das kann er nichtthun! Siehst du denn nicht, wie unendlich jeder Seufzer,den er um mich verlöre, meine Verbrechen vergrößern würde?Müßte mir nicht die Gerechtigkeit des Himmels jede seinerThränen, die ich ihm auspreßte, so anrechnen, als ob ich beyjeder derselben mein Laster und meinen Undank wiederholte?Ich erstarre über diesen Gedanken. Thränen koste ich ihm?Thränen? Und es sind andre Thränen, als Thränen derFreude? — Widersprich mir doch, Waitwcll! Aufs höchstehat er einige leichte Regungen des Bluts für mich gcfühlct;einige von den geschwind überhin gehenden Regungen, welchedie kleinste Anstrengung der Vernunft besänftiget. Zu Thrä-nen hat er es nicht kommen lassen. Nicht wahr, Waitwcll,zu Thränen hat er es nicht kommen lassen?
U?aitrvell. (indem cr sich die Augen wischt) Nein, Miß, dazuhat er es nicht kommen lassen.
Sara. Ach! dein Mund sagt nein; und deine eignen Thrä-nen sagen ja.
Ulaitwell. Nehmen Sie diesen Brief, Miß; cr ist vonihm selbst.
Sara. Von wem? von meinem Vater? an mich?
wairrvell. Za, nehmen Sie ihn nur; Sie werden mehrdaraus sehen können, als ich zu sagen vermag. Er hätte ei-nem andern, als mir, dieses Geschäfte auftragen sollen. Ichversprach mir Freude davon; aber Sie verwandeln mir dieseFreude in Betrübniß.
Sara. Gieb nur, ehrlicher Waitwcll! — Doch nein, ichwill ihn nicht eher nchmcn, als bis du mir sagst, was unge-fähr darinn enthalten ist.
U)ailwell. Was kann darinn enthalten seyn? Liebe undVergebung.
Sara. Liebe? Vergebung?
U?aitwell. Und vielleicht ein aufrichtiges Belauern, daß