Miß Sara Sauipson.
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haben, als ich es noch in der Welt haben werde. Ich willallen Unterschied zwischen uns aufheben; in jener Welt, weißtdu wohl, ist er ohncdieß aufgehoben. — Nur dasmal sey nochder alte Diener, auf den ich mich nie umsonst verlassen habe.Geh, und gieb Acht, daß du mir ihre Antwort sogleich bringenkannst, als sie fertig ist.
IVaitrocll. Ich gehe, Sir. Aber so ein Gang ist keinDienst, den ich Ihnen thue. Er ist eine Belohnung, die Siemir für meine Dienste gönnen. Za gewiß, das ist er.
(Sie gehen auf verschiedenen Seiten ab.)
Vierter Aufzug.
Erster Auftritt.
Mcllcfonts Zimmer.Mellefont. Sara.
Mellefont. Za, liebste Miß, ja; das will ich thun; dasmuß ich thun.
Sara. Wie vergnügt machen Sie mich!
Mellefont. Zch bin es allein, der das ganze Verbrechenauf sich nehmen muß. Zch allein bin schuldig; ich allein mußum Vergebung bitten.
Sara. Nein, Mellefont, nehmen Sie mir den grossemAntheil, den ich an unserm Vergehen habe, nicht. Er ist mirtheuer, so strafbar er auch ist: denn er muß Sie überzeugt ha-ben, daß ich meinen Mellefont über alles in der Welt liebe.— Aber ist es denn gewiß wahr, daß ich nunmehr diese Liebemit der Liebe gegen meinen Vater verbinden darf? Oder be-finde ich mich in einem angenehmen Traume? Wie fürchte ichmich, ihn zu verlieren, und in meinem alten Zammer zu er-wachen! — Doch nein, ich bin nicht bloß in einem Traume,ich bin wirklich glücklicher, als ich jemals zu werden hoffendurfte; glücklicher, als es vielleicht dieses kurze Leben zuläßt.Vielleicht erscheint mir dieser Strahl von Glückseligkeit nur dar-um von ferne, und scheinet mir nur darum so schmeichelhaft
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