Miß Sara Sampson.
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rNellefont. Mich? unverzüglich? Ich werde gleich kom-men. — Lady ist es Ihnen gefällig, Ihren Besuch abzukürzen?
Sara. Warum das, Mellcfont? — Lady wird so gütigseyn, und bis zu Ihrer Zurückkunft warten.
Marrvood. Verzeihen Sie, Miß; ich kenne meinen Vet-ter Mellcfont, und will mich lieber mit ihm wcgbcgcbcn.
Betty. Der Fremde, mein Herr — Er will Sie nur aufein Wort sprechen. Er sagt, er habe keinen Augenblick zu ver-säumen --
Mellcfont. Geh nur; ich will gleich bey ihm seyn. —Ich vermuthe, Miß, daß es eine endliche Nachricht von demVergleiche seyn wird, dessen ich gegen Sie gedacht habe.
(Betty geht ab.)
Marwood. (bey Seite) Gute Vermuthung!
N7cllefont. Aber doch, Lady--
XNarrvood. Wenn Sie es denn befehlen — Miß, somuß ich mich Ihnen--
Sara. Nein doch, Mellcfont: Sie werden mir ja dasVergnügen nicht mißgönnen, Lady Solmcs so lange unterhal-ten zu dürfen?
Mellefont. Sie wollen es, Miß?--
Sara- Halten Sie sich nicht auf, liebstcr Mcllcfont, undkommcn sie nur bald wicdcr. Abcr mit einem freudigern Ge-sichte, will ich wünschen! Sie vermuthen ohne Zweifel eineunangenehme Nachricht. Lassen Sie sich nichts anfechten; ichbin begieriger, zu sehen, ob Sie allen Falls auf eine gute Artmich einer Erbschaft vorziehen können, als ich begierig bin, Siein dem Besitze derselben zu wissen. — —
Mellcfont. Ich gehorche, (warnend) Lady, ich bin ganz ge-wiß den Augenblick wieder hier, (geht ab)
MarrvooS. (bey Seite) Glücklich!
Achter Auftritt.Sara. Marwood-Sara. Mein guter Mellcfont sagt seine Höflichkeiten manch-mal mit einem ganz falschen Tone. Finden Sie es nicht auchLady? --