Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
79
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Miß Sara Sampson.

7!»

same Freundschaft um die Wcttc beschäftigen werden! GlücklicheTage! Aber ach! sie sind noch ftrn in der Zukunft.Doch vielleicht weiß auch die Zukunft nichts von ihnen, undsie sind bloß in meiner Begierde noch Glück! Empfindun-gen, Mcllcfont, nie gefühlte Empfindungen wenden meine Au-gen in eine andre Aussicht! Eine dunkle Aussicht in ehrfurchts-volle Schatten! Wie wird mir? (indem sie die Hand vorsGesicht hält.)

ZNcllefont. Welcher plötzliche Ucbcrgang von Bewunderungzum Schrecken! Eile doch, Bctty! Schaffe doch Hülfe!Was fehlt Ihnen, großmüthige Miß! Himmlische Seele! Warumverbirgt mir diese neidische Hand (indem er sie wegnimmt) so holdeBlicke? Ach, es sind Minen, die den grausamsten Schmerz,aber ungern, verrathen! Und doch ist die Hand neidisch,die mir diese Minen verbergen will. Soll ich Ihre Schmer-zen nicht mit fühlen, Miß? Ich Unglücklicher, daß ich sie nurmit fühlen kann! Daß ich sie nicht allein fühlen soll!So eile doch, Bctty--

Betty. Wohin soll ich eilen?

Mcllefom. Du siehst und fragst? Nach Hülfe!

Sara. Bleib nur! Es geht vorüber. Zch will Sienicht wieder erschrecken, Mcllcfont.

Mcllefonr. Bctty, was ist ihr geschehen? Das sindnicht bloße Folgen einer Ohnmacht.

Fünfter Auftritt.Norton. Mellefont. Sara. Derry.

Mellefom. Du kömmst schon wieder, Norton? Recht gut!Dll wirst hier nöthiger seyn.

Norton. Marwood ist fort--

Mellefont. Und meine Flüche eilen ihr nach! Sie istfort? Wohin? Unglück nnd Tod, und wo möglich, dieganze Hölle möge sich auf ihrem Wege finden! Verzehrend Feuerdonnre der Himmel auf sie herab, und unter ihr breche dieErde ein, der weiblichen Ungeheuer größtes zu verschlingen!--

Norton. So bald sie in ihre Wohnung zurück gekommen,hat sie sich mit Arabellen und ihrem Mädchen in den Wagen