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2 (1838)
Entstehung
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Philotas .

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Aridans. (zum Strato) O der wunderbaren Vermischungvon Kind und Hcld!

philotas. (bey Seite) Liebes Schwcrd! Wer doch bald mitdir allein wäre! Aber, gewagt'.

AriSaos. Nun lege das Schwcrd an, Prinz; und folge mir.

philotas. Sogleich! Doch seinen Freund und seinSchwcrd muß man nicht bloß von außen kennen, (er zieht e«,iind Strato tritt zwischen ihn miv den König)

Strato. Ich verstehe mich mehr auf den Stahl, als aufdie Arbeit. Glaube mir, Prinz, der Stahl ist gilt. Der Kö-nig hat, in seinen männlichen Zahrcn, mehr als cinc^i Helmdamit gespalten.

philotas. So stark werde ich nicht werden! Immerhin! Tritt mir nicht so nahe, Strato.

Straro. Warum nicht?

philoras. So! (indem er zurückspringt, und mit dem Schwcrdceinen Streich durch die Lust thut) Es hat den Zug, wie es ihnhaben muß.

Arisäus. Prinz, schone deines verwundeten Armes! Duwirst dich erhitzen!

philoras. Woran erinnerst du mich, König? An meinUnglück; nein, an meine Schande! Ich ward verwundet, undgefangen! Za! Aber ich will es nie wieder werden! Bey diesemmeinem Schwcrdc, ich will es nie wieder werden! Nein, meinVater, nein! Heut sparet dir ein Wunder das schimpfliche-scgcld für deinen Sohn; künftig spar' es dir sein Tod! Seingewisser Tod, wcnn er sich wieder umringt flehet! Wiederumringt? Entsetzen! Ich bin es! Zch bin umringt! Wasnun? Gefährte! Freunde! Brüder! Wo seyd ihr? Alle todt?Ueberall Feinde? Ucbcrall! Hier durch, Philotas ! Ha!Nimm das, Verwegner! Und du das! Und du das!(um sich hauend)

Strato. Prinz! was geschieht dir? Fasse dich! (geht auf ihn^zu)philotas. (sich von ihm entfernend) Auch du, Strato? auchdu? O Feind, sey großmüthig! Todte mich! Nimm michnicht gefangen! Nein, ich gebe mich nicht gefangen! Undwcnn ihr alle Stratos wäret, die ihr mich umringet! Doch