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2 (1838)
Entstehung
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143
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Eimlra Galotti.

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mit dessen Prinzessinn Tochter, einen Bevollmächtigten senden.Er war lange unschlüßig, wen er dazu ernennen sollte. End-lich ist seine Wahl, Herr Graf, auf Sie gefallen.Appiani. Auf mich?

Marinelli. Und das — wenn die Freundschaft ruhmredigseyn darf — nicht ohne mein Zuthun —

Appiani. Wahrlich, Sie setzen mich wegen eines Dankesin Verlegenheit. — Ich habe schon längst nicht mehr erwartet,daß der Prinz mich zu brauchen geruhen werde. —

Marinelli. Ich bin versichert, daß es ihm blos an einerwürdigen Gelegenheit gemangelt hat. Und wenn auch diese soeines Mannes, wie Graf Appiani, noch nicht würdig genugseyn sollte: so ist freylich meine Freundschaft zu voreilig gewesen.

Appiani. Freundschaft und Freundschaft, um das dritteWort! — Mit wem red' ich denn? Des Marchcsc MarinclliFreundschaft hätt' ich mir nie träumen lassen. —

Marinelli. Ich erkenne mein Unrecht, Herr Graf, —mein unverzeihliches Unrecht, daß ich, ohne Ihre Erlaubniß,Ihr Freund seyn wollen. — Bey dem allen: was thut das?Die Gnade des Prinzen, die Ihnen angetragene Ehre, bleiben,was sie sind: und ich zweifle nicht, Sie werden sie mit Vc-gicrd' ergreifen.

Appiani (nach einiger Überlegung.) Allerdings.

Marinclli. Nun so kommen Sie.

Appiani. Wohin?

Marinelli. Nach Dosalo, zu dem Prinzen. — Es liegtschon alles fertig; und Sie müssen noch heut' abreisen.

Appiani. Was sagen Sie? — Noch heute?

Marinelli. Lieber noch in dieser nehmlichen Stunde, alsin der folgenden. Die Sache ist von der äußersten Eil.

Appiani. Zn Wahrheit? — So thut es mir Leid, daßich die Ehre, welche mir der Prinz zugedacht, verbitten mttß.

Marinclli. Wie?

Appiani. Ich kann heute nicht abreisen; — auch morgennicht; — auch übermorgen noch nicht. —Marinclli. Sie scherzen, Herr Graf.Appiani. Mit Ihnen?