Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
148
Einzelbild herunterladen
 

Kalotti

So linniöglich wär' cs nun wohl nicht: aber kühn! Wennwir die Braut in unserer Gewalt hätten: so stund' ich dafür,daß aus der Hochzeit nichts werden sollte.

Der Prinz. Ey! wofür der Mann nicht alles stehen will!Nun dürft' ich ihm nur noch ein Kommando von meiner Leib-wache geben, und er legte sich an der Landstraße damit inHinterhalt, und fiel selbst fünfziger einen Wagen an, und rißein Mädchen heraus, das er im Triumphe mir zubrächte.

XNarinelli, Es ist eher ein Mädchen mit Gewalt entführtworden, ohne daß cs einer gewaltsamen Entführung ähnlichgesehen.

Der Prinz. Wenn Sie das zu machen wüßten: so würdenSie nicht erst lange davon schwatzen.

Marinelli. Aber für den Ausgang müßte man nicht stehensollen. Es könnten sich Unglücksfälle dabey cräugncn

Der Prinz. Und cs ist mcinc Art, daß ich Leute Dingeverantworten lasse, wofür sie nicht können!

Marinclli. Also, gnädiger Herr (Man hört von wciicm eine»Schuß.) Ha! was war das? Hört' ich recht? HörtenSie nicht auch, gnädiger Herr, einen Schuß fallen? Undda noch einen!

Der Prinz. Was ist das? was gicbts?

Marinelli. Was mcyncn Sie wohl? Wie wenn ichthätiger wäre, als Sie glauben?

Der Prinz. Thätiger? So sagen Sie doch

Marinelli. Kurz: wovon ich gesprochen, geschieht.

Der Prinz. Ist cs möglich?

XNarinelli. Nur vergessen Sie nicht, Prinz, wessen Sie

mich eben versichert. Ich habe nochmals Zhr Wort---

Der Prinz. Aber die Anstalten sind doch soXNarinelli. Als sie nur immer seyn können! Die Aus-führung ist Leuten anvertrauet, auf die ich mich verlassen kann.Der Weg geht hart an der Planke des Thiergartens vorbey.Da wird ein Theil den Wagen angefallen haben; gleichsam,um ihn zu plündern. Und ein andrer Theil, wobey einer vonmeinen Bcdicnlcn ist, wird aus dem Thiergarten gestürzt seyn;den Angcfallcncn gleichsam zur Hülfe. Während des Handgc-