Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
199
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Nalhan der Weise.

Alif seinem weiße» Fittiche mich durchDas Feuer trüge

Nathan.(Weißem Fittiche!Za, ja! der weiße vorgcsprcitztc MantelDes Tempelherrn.)

Rccha.Er sichtbar, sichtbar michDurchs Feuer trüg', von seinem FitticheAcrwcht. Zch also, ich hab' einen EngelVon Angesicht zu Angesicht gesehn;Und meinen Engel.

Nathan.Rccha wär' es werth;Und würd' an ihm nichts schönrcs sehn, als erAn ihr.

Rccha (lächclnd.)Wem schmeichelt Ihr, mein Vater? wem?Dem Engel, oder Euch?

Nathan.Doch hätt' auch nurEin Mensch ein Mensch, wie die Natur sie täglichGewährt, dir diesen Dienst erzeigt: cr müßteFür dich ein Engel seyn. Er müßt' und würde.

Recha.

Nicht so ein Engel; nein! ein wirklicher;Es war gewiß ein wirklicher! Habt Ihr,Zhr selbst die Möglichkeit, daß Engel sind,Daß Gott zum Besten derer, die ihn lieben,Auch Wunder könne thun, mich nicht gelehrt?Zch lieb' ihn ja.

Nathan.Und cr liebt dich; und thutFür dich, und deines gleichen, stündlich Wunder;Za, hat sie schon von aller EwigkeitFür euch gethan.