230
Nathan der Wcisc.
Ha! welch ein Haus zusammen! Ha, der ersten,
Der besten Häuser in der Welt das beste! —
Du hörst, ich bin mich selbst zu loben, auch
Nicht faul. Ich dünk' mich meiner Freunde werth. —
Das hätte Menschen geben sollen! das!
Sittah.
Hab' ich des schönen Traums nicht gleich gelacht?Du kennst die Christen nicht, willst sie nicht kennen.Ihr Stolz ist: Christen seyn; nicht Menschen. DennSelbst das, was, noch von ihrem Stifter her,Mit Menschlichkeit den Aberglauben wirzt,Das lieben sie, nicht weil es menschlich ist:Wcils Christus lehrt; wcils Christus hat gethan. —Wohl ihnen, daß er ein so guter MenschNoch war! Wohl ihnen, daß sie seine TugendAuf Treu und Glaube nehmen können! — DochWas Tugend? — Seine Tugend nicht; sein NameSoll überall verbreitet werden; sollDie Namen aller guten Menschen schänden,Verschlingen. Um den Namen, um den NamenIst ihnen nur zu thun.
Du mcynst: warumSie sonst verlangen würden, daß auch ihr,Auch du und Mclek, Christen hießet, ehAls Chgcmahl ihr Christen lieben wolltet?
Sittah.
Za wohl! Als wär' von Christen nur, als Christen,Die Liebe zu gewärtigen, womitDer Schöpfer Mann und Männinn ausgestattet!Saladin .
Die Christen glauben mehr Armseligkeiten,
Als daß sie die nicht auch noch glauben könnten! —
Und gleichwohl irrst du dich. — Die Tempelherren ,
Die Christen nicht, sind Schuld: sind nicht, als Christen,
Als Tempelherren Schuld. Durch die allein
Wird aus der Sache nichts. Sie wollen Acca,