Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
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248
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Rathan der Weift.

Er hat der Tropfen mehr. (Bald aber fangtMich dieser Zud' an zu verwirren.)

Nathan.

Wär't

Ihr wohl so gut, und schicktet Eucrn MantelAuch einmal meinem Mädchen?

Tempelherr.

Was damit?Nathan.

Auch ihren Mund auf diesen Fleck zu drücken.Denn Eure Kniee selber zu umfassen,Wünscht sie nun wohl vergebens.

Tempelherr.

Aber, JudeIhr hcissct Nathan? Aber, Nathan IhrSetzt Eure Worte sehr sehr gut sehr spitzIch bin betreten Allerdings ich hätte...Nathan.

Stellt und verstellt Euch, wie Ihr wollt. Ich find'Auch hier Euch aus. Ihr wart zu gut, zu bieder,Um höflicher zu seyn. Das Mädchen, ganzGefühl; der weibliche Gesandte, ganzDicnstfcrtigkcit; der Vater weit entferntZhr trugt für ihren guten Namen Sorge;Floht ihre Prüfung; floht, um nicht zu siegen.Auch dafür dank' ich Euch

Tempelherr.

Ich muß gesteh»,Ihr wißt, wie Tempelherren denken sollten.

Nathan.

Nur Tempelherren ? sollten blos? und blosWeil es die Ordensregeln so gebieten?Ich weiß, wie gute. Menschen denken; weiß,Daß alle Länder gute Menschen tragen.

Tempelherr.Mit Unterschied, doch hoffentlich?