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2 (1838)
Entstehung
Seite
261
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Nathan der Weise. 261

Als die ich sehn, und greife» kann, und hören, ^)Die Meinen?

Daja.

Sperre dich, so viel du willst!Des Himmels Wege sind des Himmels Wege.Und wenn es nun dein Retter selber wäre,Durch den sein Gott, für den er kämpft, dich i»Das Land, dich zu dem Volke führen wollte,Für welche du geboren wurdest?

Rccha.

Daja!

Was sprichst du da nun wieder, liebe Daja!

Du hast doch wahrlich deine sonderbaren

Begriffe!Sein, sein Gott! für den er kämpft!"

Wem eignet Gott ? was ist das für ein Gott,

Der einem Menschen eignet? der für sich

Muß kämpfen lassen? Und wie weiß

Man denn, für welchen Erdklos man geboren,

Wenn mans für den nicht ist, auf welchem man

Geboren? Wenn mein Vater dich so hörte!

Was that er dir, mir immer nur mein Glück

So weit von ihm als möglich vorzuspiegeln?

Was that er dir, den Saamcn der Vernunft,

Den er so rein in meine Seele streute,

Mit deines Landes Unkraut oder Blumen

So gern zu mischen? Liebe, liebe Daja,

Er will nun deine bunten Blumen nicht

Auf meinem Boden! Und ich muß dir sagen,

Zch selber fühle meinen Boden, wenn

Sie noch so schön ihn kleiden, so entkräftet,

So ausgezehrt durch deine Blumen; fühle

Zn ihrem Dufte, saucrsüsscm Dufte,

Mich so betäubt, so schwindelnd! Dein Gehirn

Ist dessen mehr gewohnt. Zch tadle drum

Die stärken, Nerven nicht, die ihn vertragen.

°)Als die ich sch, mid grciff', und höre," i» der ersten Ausgabe,