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2 (1838)
Entstehung
Seite
307
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Nathan der Weise. 307

Sa lad in. (zu einem Thurstchcr, der herciiitritt.)

Wer

Ist da? — der Tempelherr? — Er komm'!

Sittah.

Euch nicht

Zu stören: ihn mit meiner Ncugicr nichtZu irren —

(sie setzt sich seitwärts auf einen Sofa und läßt den Schlcycr fallen)Saladin.Gut so! gut! — (Und nun sein Ton!Wie der wohl seyn wird! — Assads TonSchläft auch wohl wo in meiner Seele noch!)

Vierter Auftritt.Der Tempelherr und Saladin .Tempelherr.Ich, dein Gefangner, Sultan ...

Saladin .

Mein Gefangner?Wem ich das Leben schenke, werd' ich demNicht auch die Freyheit schenken?

Tempelherr.

Was dir ziemtZu thun, ziemt mir, erst zu vernehmen, nichtVorauszusetzen. Aber, Sultan , — Dank,Besondern Dank dir für mein Leben zuBetheuern, stimmt mit meinem Stand' und meinemCharakter nicht. — Es steht in allen FällenZu deinen Diensten wieder.

Saladin .

Brauch es nurNicht wider mich! — Zwar ein Paar Hände mehr.Die gönnt' ich meinem Feinde gern. AlleinIhm so ein Herz auch mehr zu gönnen, fälltMir schwer. — Zch habe mich mit dir in nichtsBetrogen, braver junger Mann! Du bistMit Scel und Leib mein Assad. Sich! ich könnte

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