Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
447
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Weiber sind Weiber. ^i^7

Segarin. Nun so höre Mcine ewige Gewogenheit!

K.isette. O gehen sie mit dem Bettel; er ist nicht einmal so vielwerth als die Nutzend Dncaten, die sie mir zuerst anbothen. Ich seheschon, alle meine .Hoffnung so wohl bey ihnen als Herr Wohlklangcn,ist Vergehens. Lehen sie wohl, und wagen sie ihren Gcneralsturm;ich werde mich in die Vestung ziehen, ihren Feind zu verstärken.

Ncuntcr Auftritt.Scgarin.

DaS Ding sieht übel aus. Wo ich nicht bald meine Hcyrath zuStaude bringe, so kan ich meinen neuen Charactcr nicht länger un-terstützen. Scgarin, Scgarin, wenn aus dem gnädigen Herrn wiederein Schuhputzer werden sollte! Daß mau sich auf das verzweiffeltcGlück nicht verlasse» kann. O Glück! o Scgarin! (gebt ab)

Andrer Aufzug.

Erster Auftritt. ,Lab rar.

Herr Scltarm hat mich zu sich ruffen lassen. Was werde ich beyihm sollen? Sollte er mir etwa von meinen ostindischcn Seltenheiten wasabkauffcn wollen? Aber er ist ja sonst kein Liebhaber von Naturalien.Doch es kömmt einem reichen Manne manchmal wunderlich Zeug ei».Ich hahe sie zu mir gesteckt. Ein kleiner Gewinst würde mir sehrwohl zu statten kommen. Denn sonst hätte ich heute wieder meinenWillen Fasttag. Wer sollte es glauben, daß ein Mann, der sichs inder Welt so sauer hat werden lassen, gleichwohl zulezt kaum sein Brodhaben sollte? Ich kenne Ost- und Westindicn besser als mein Vater-land. Ich habe die Welt in ihren unbekanntesten Winkeln durchstri-chen, und ich wünschte mir nur von dem Golde, das ich habe graben,von den Werken die ich habe fischen, und von den Edelsteinen die ichhabe suchen sehen, nur nur nur den zehnten ach Narre--nur den zchntauscndcii Theil. Aber was hilft mir meine Kennt-niß? meine Erfahrung? Zieht man mich deßwegen andern vor? Ge-fehlt. Man zieht die unwiffcnstcn Leute mir vor. In dem nah ge-legnen kleinen Städtchen war jüngst eine Acciscbedieuung offen. Ichmeldete mich. Ich ward abgewiesen. Und es erhielt sie ein Kerl--