446 Weiber sind Wcibcr.
Kisette. .Das hat sie der Geyer gelernt, mich gleich bey deinschwächsten Orte anzngreiffcn. Was versprechen sie mir?
Segarin. Ich könnte dir alsbald ein Paar Dutzend Dncatcngeben ---
Aisette. Nn, nur her, nur her--
Segarin. Aber das wäre eine Kleinigkeit für deine Dienste.
Ä-lsetle. O ihre Dienerin würde mit dieser Kleinigkeit schon zufrieden seyn.
Segarin. Einen Ring vor etliche fünfzig Pistolen, und ein paarOhrgchenkc von gleichem Werthe--
Luselte. Von dergleichen, Schmucke bin ich eine sehr große Lieb-haben».
Segarin. Aber ich müstc mich schämen dir ein so schlechtes Ge-schenk gemacht zn haben.
Lusette- Und ich würde mich gar nicht schämen, es anznnchmcn.
Segarin. Nein höre, Lisctte. Ich verspreche dir etwas, wasallen diesen Bettel bey weitem übertrifft.
Eiferte. So?
Segarin. Das allerkostbarste was ich dir nur geben konnte.Aisette. Sie machen mich neugierig.Segarin. Etwas unschätzbares.Äusette. O sagen sie —
Segarin. Was aller Welt Schätze nicht bezahlen würden.
Eiferte. Nu, was denn?
Segarin. Rathe einmal.
K.isctte. Etwa Hanß und Hof — —
Segarin. Pfny!
K.isctte. Ein Rittergut?
Segarin. Pfny, sag ich!
A.isette. Etwa den Stein, womit man Gold machen kan?
Segarin. O rathe besser.
Ausette. Eine Tinctnr, ewig zn leben?
Segarin. Was wäre das?
L.isctte- Etwa ein Wasser, wodurch mau zeitlebens schön bleibt?Segarin. Was vor Kleinigkeiten!
Lusette. O sie wollen mich zum besten haben. Nichts kostba-rcrS wüßte ich in der That nicht.