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Alcibiadcs.
Dritter Auftritt.
Susamithres. pharnabaz.Ph.irnabaz, nachdem der König im Zorne nach seiner Residenzzurückgekehrt, kömmt seinen Sohn abzuhalten, sich mit dem Alcibiadcsnicht ins Verderben zu stürzen. SnsamithrcS beruft sich auf das per-sische Gesetz wider die Undankbarkeit, nach welchem er durchaus straf-bar seyn würde, wenn er den Alcibiadcs in so gefährlichen Umständenverließe. (W. G. IV. H. 138.)
Vierter Auftritt.Aleibiades, verwundet. Susamithres- pharnabaz.Alcibiadcs kömmt verwundet zurück und stirbt. Susamithres stürztsich in das Schwerd seines gerechten Vaters.
Was hält mich ab (indem Susamithres das Schwerd zieht) eineThat zu thun, die der Meinung, daß ich dein Sohn gewesen, wider-spricht? (Al. W. H. IV. H. 127.)
Alcibiadcs verlangt, daß ihn Susamithres vollends todten soll, undweil sich dcr Frcnud dessen weigert, so thut es Pharnabaz.
Fünfter Auftritt.Zu diesen ruft pharnabaz herein Timandra, Tritias und Abgcs.
Kommt herein! WaS schleichet ihr draußen herum, wie die feigenJäger vor dcr Höhle des verwundeten Löwen?
Alcibiades in Persien.8o. i.
O wie glücklich hat den Alcibiadcs sein freywilligcs Elend gemacht!Es war dcr göttlichste Gedanke, den ich jemals gehabt, mich »achPersien zu verbannen! Aus dem weisen Gricchcnlaude, wo Aber-glaube und gesetzlose Frechheit den Pöbel, öhrgcitz und Ohncgöttcrcl)die Großen regiert, in das barbarische Persien, wo Wahrheit undTugend den alten Thron besitzen.
8e. II.
Komm, mein edler junger Freund. Hier auf diesem anmuthigcnHügel, über dem spiegelnden Araxcs, das prächtige Perscpolis im Ge-sichte, habe ich deiner unter den Palmen gewartet.