Die glückliche (5rbin.
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Joachim- Mich, Herr Araspe, mich! O ja, thu» Siccs doch!
pannrg. Erklären Sic sich bald; wollen Sic, oder wollenSie nicht?
Araspe. Aber was kann das werden? Der arme Notarhängt ja doch einmal am Galgen.
Pannrg. Sic spottcn, glaub ich, gar?
Joachim. Herr Araspe, ich bittc, ich bitte —
Pannrg. Du bittest, Schurke? Und er sollte uns bitten,daß wir seine Streiche nur noch vertuschen möchten! Esel voneinem Zungen! Willst du denn nie klug werden? Ich rüfflcdoch an dir, und rüffle — Komm fort! Wissen Sic, HerrBräutigam, Herr Erbe, auch Herr Vormund zugleich, wo ichnun spornstreichs hingehe? Zum Advocaten! Aum Advocaten!
Araspe. So werde ich wohl immer das Geld, mich vomGalgen los zu kauffcn, bereit halten müssen?
Panurg. Za; Herr Bräutigam, Herr Erbe, Herr Bor-mund zugleich — Wirst du dich drollcn, Zunge? (Geht ab, in-dem er Jochen voranstößt.)
Dritter Auftritt.Araspe-
Es ist mir licb, daß ich mich bcy den Grobheiten diesesMannes noch so habe mäßigen können. — Es muß ihn frey-lich schmerzen, und das Testament wird mchrcrn wunderbar vor-kommen, die die Dcnkungsart mcincs Freundes nicht gekannthaben. Für seinen guten Namen, und für den Credit unsrergemeinschaftlichen Handlung, war er allcs aufzuopfern fähig. Erwußte der Trennung unsrer Güter, die er sür gefährlich ansähe,auf keine andre Weise vorzubauen, als wenn er —
^ ^ .Alerter Auftrttt.
Araspe. Lelio (in tiefen Gedanken.)Araspe. Sich da, mein Sohn! — Was sagst du, Lclio,zu dem Glücke deines Vaters? Der rechtschaffene Pancraz! Eswürde mit mir, und also auch mit dir, nicht zum besten aus-gesehen haben, wenn ich mich mit Zuliancn hätte abfinden müs-