Z2K Der Schlaftrunk.
Der Herr.Des Kostbarsten, was ich gehabt.
Spartacus.
Der Punkt betrift nur uns zwey! davon unter uns allein: hernach —Laß itzt den Consul sprechen —
Der Schlaftrunk.
Ein Lustspiel in drey Auszügen. *)
Personen.
Samuel Richard. 1 Brüder.Philipp Richard- ^Charlotte. Nichte derselben.ZZerthold.
1 Binder des Bcrthold.Äueinde- ^
Finette. Mädchen der Charlotte.Anton. Bedienter des Samuel.Hausknecht, des Samuel.
°) „Die Entstehung dieser Komödie ist sonderbar genug. Mein Brudermachte dazu schon 1766., als er noch in Berlin war, den erste» Entwurf.In einer Gesellschaft guter Freunde, wo er und Herr Professor Rammlerauch waren, kam die Rede auf die Stoffe, welche zu einer Komödie am be-sten paßten. Mein Bruder bchauptrte, man könne aus allem eine Komödieoder Tragödie machen, indem es mehr auf die Bearbeitung des Stoffs, alsauf den Stoff selbst ankäme. Der Stoff wäre nur arm, wenn es derDichter wäre. Dieses schien der Gesellschaft etwas paradox, und Herr Pro-fessor Rammler fragte ihn, ob er es selbst mit der That beweisen wollte.Warum nicht/ erwiederte mein Bruder. Nun, so mache» Sie, versetzte je-ner, ein Lustspiel, wo ei» Schlaftrunk die Katastrophe ist, und bcucnneu esdarnach. Die ganze Gesellschaft billigte es cuumithiglich, und mein Bruderversprachs. So gicug mau auseinander. Deu ersten Morgen drauf fleug erauch gleich an, und damit er durch nichts gestört wurde, arbeitete er imBette. Nach einigen Tagen war er mit dem Plane fertig, und wollte sicheben an die Ausarbeitung machen, als er den Vorschlag nach Hamburg zumTheater erhielt und annahm. Nachdem er dort angelangt, nahm er auch die-ses Stück wieder vor, ließ 1767. drey Bogen, nehmlich bis zum 7tcn Auf-tritt des 2tcu Akts S. 551. „Er ein Zunggcscll, du eine Junggcsclliu; er„ein alter Zunggcsrll", drucken, und zwar in der Druckercv, die er zu Ham-