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T. Radó. Plateausches Problem.
in Nr. 1 geschilderte indirekte Beweis), so wird auch diese Gleichung not-wendig eine positive untere Schranke für | % [ liefern, welche Schranke mitrein algebraischen Mitteln bestimmbar ist.
Ohne das hiermit ausgesprochene allgemeine Prinzip näher zu betrach-ten, will ich nur feststellen, daß Herr Müntz über die Beschaffenheit unddie Handhabung dieser rein algebraischen Mittel keine Angaben macht.Die erwähnte algebraische Bemerkung kann also meine Schlußfolgerungauf das Vorhandensein einer wesentlichen Lücke nicht beeinflussen.
c) Herr Müntz führt der Reihe nach fünf-, sieben-, neunparametrigeFlächenfamilien ein, und beruft sich dabei auf seine Entwicklungen imfünfparametrigen Falle (M, S. 75). Diejenigen Momente, die er im fünf-parametrigen Falle in Betracht zieht, reichen aber nach den Bemerkungendieser Note an sich nicht hin, um die Gültigkeit seiner Schlüsse zu sichern.Es erscheint hiernach notwendig, diejenigen gemeinsamen Eigenschaftendieser Flächenfamilien aufzudecken, welche eine gleichmäßige Behandlungder geometrischen Konvergenzsätze ermöglichen.
Szeged, den 22. November 1925.
(Eingegangen am 27. 11. 1925.)