Koeffizientenabschätzungen bei harmonischen Entwicklungen. 027
ein im Intervall — 1 ^£ ^ 1 nichtnegatives Polynom ii-ten Grades P(£)definiert, das die Bedingung
i
(34) ijp(f)df = l
-1
erfüllt. Es ist ferner wegen (2)
i
K 1 (0, 0,1) = «,=!■ J P{£)£d£.
-1
Bezeichnet also g n das Maximum von
i
(35) 1 2 jp(£)£d£
-1
für die Gesamtheit aller, im Intervalle — 1 ^ 1 nichtnegativen Poly-nome n-ten Grades, die die Bedingung (34) erfüllen, so ist (32) fürxl + V" + z 2 is 1 sicher erfüllt. Durch Betrachtung des harmonischen Poly-noms
2¡a,.r v P r {COS0),
v=0
das für r ^ 1, 0 <¡ ö tt , zugleich mit
P{£) = 2a r P v {£) (- 1<££1)
v=0
nichtnegativ ist, ergibt sich, daß in (32) g n durch keine kleinere Zahl er-setzt werden kann. Damit ist unsere Aufgabe auf die Bestimmung von g nzurückgeführt.
2. Die Größe g n hat bereits Tchebychef berechnet 31 ). Seine etwaskomplizierte Schlußweise möge hier durch die folgende ersetzt werden,welche auf einer von F. Lukács stammenden Darstellung der im Intervalle— 1 1 nichtnegativen Polynome n-ten Grades P(£) beruht 32 ).
Diese lautet:
(30) P(|) = (^(|)) 2 + (l-i)( J B 1 (f)) 2 + (l+l)(ß,ll)) 2
+ (1 -£')(C(£))>.
Hierbei sind A (£ ),..., C(£) Polynome, deren Grade so beschaffen sind,daß kein Glied in P(£) von höherem als n-ten Grade ist. Der Grad von
3l ) Œuvres de P. L. Tchebychef 2 [St.-Pétersbourg 1907], Sur le rapport dedeux intégrales étendues aux mêmes valeurs de la variable. S. 374—402, insb. S. 399.
3a ) Vgl. G. Pólya und G. Szegö, Aufgaben und Lehrsätze aus der Analysis 2[Berlin, Julius Springer 1925], vgl. Abschnitt VI, Aufgabe 47, S. 82, 276.