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Leitfaden und Nachschlageblätter zur Werbearbeit : zur 7. Kriegsanleihe
Entstehung
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kommt es keineswegs für die Wirkung an, sondern nur darauf, datzdie Zuhörer gewahr werden: hier spricht ein Mann, dessen Mah-nungen man Gefolgschaft leisten kann.

(Weiterer Umritz für einen Vortrag s. S. 12).

Wichtig sind gute Zeitungsberichte über die Versammlung, d. h.solche Berichte, aus denen der sachliche Hauptteil des Vortrags auchfür den Leser, der an der Versammlung nicht teilnehmen wollteoder konnte, als Anregung und Belehrung sich ergibt. Die Ver-sammlung mag noch so gut besucht sein, es wird doch immer nur einTeil der Bevölkerung erscheinen. Der Wert der Versammlung er-schöpft sich aber nicht schon in der Wirkung auf diesen kleinen Teilder Bürgerschaft, wenn ein guter Zeitungsbericht (am besten vomRedner selbst) zusammengestellt wird. So mag sich unter Umständenein Vortrag selbst dann noch rechtfertigen und also empfehlen,wenn man nicht auf eine große Besucherzahl hoffen darf. Befürchte;inan, daß ein allzubescheidener Besuch der Sache mehr schaden alsnützen kann, so möchte zu erwägen sein, ob man nicht persönlicheEinladungen zum Besuch des Vortrags verschicken und namentlichVereine und andere Körperschaften bitten soll, in ihrem Kreis«durch einen Mahnruf an ihre Mitglieder für einen guten BesuchSorge zu tragen.

von größter Wichtigkeit ist Sie freudige Arbeit üer Banken,Sparkassen'unü Kreditgenossenschaften. Es ist deshalb sorgsam jed»Verstimmung zu vermeiden, die leicht dann entsteht, wenn einzeln«Vertrauensmänner Zeichnungen an eine bestimmte, dem Zeichne:vielleicht nicht einmal genehme Stelle hinleiten, was andere Ver-mittlungsstellen (Zeichnungsstellen) als ungerechte und kränkend«Zurücksetzung empfinden können.

Was die städtische persönliche Werbearbeit von Haus zu Hausanlangt, so waren vielfach Stimmen zu hören, dah sie in den Städtennicht angebracht und nicht einmal nötig sei. (?) Wer grundsätzlichgeneigt sei zu zeichnen, werde durch die üblichen, reichlich fließendenWerbemittel der Banken, Sparkassen und Kreditgenossenschaften,durch die in rascher Folge erscheinenden Zeitungsaufsätze und durchdie Flugblätter angeregt, seine Pflicht zu tun. Wer sich dadurch nichterwärmen lasse, der wird auch mündlichen Belehrungen unzu-gänglich sein. Dennoch kam es vor, dasz städtische Vertrauensmänner,die sich zunächst nichts davon versprachen, jedes begüterte Haus zubesuchen, sich wenigstens versuchsweise auf den Weg machten unöSann von überraschenden Erfolgen berichten konnten.