Erster (ücil. Die Finanzen Rußlands »nd Japans vor deni Anegsansbrnch,^ < c^. < cs,'? c^->i < c^.->? r^.? r?-^» c^-i? rü^, c^^r^ r^v» l^>> cü?>? c^i? c-^i? r^^>>
So gibt es „Kenner", die jeden mit einem mitleidigen Lächelnbetrachten, der an das Vorhandensein des „f r e i e n B e st a n d e s" derrussischen Neichsrentei, dieses Brennpunktes der russischen Finanz-wirtschaft, glaubt. Dieser „freie Bestand" hat jedoch — abgesehenvon der aus der Kontinuität der Etats für seine Berechnung sichergebenden Kontrolle — gerade in den ersten Monaten des ostasia-tischen Krieges seine Existenz »ach meiner Ansicht evident bewiesen.Rnßlcmd hat die Kriegskosten zunächst auf diesen Bestand angewiesennnd sie jedenfalls bis Mitte Mai, dem Zeitpunkt der ersten Kriegs-anleihe, ganz vorwiegend ans diesem Bestand gedeckt; soweit dierussische Reichsbank in Anspruch genommen wurde, erklärt sich dasaus der Heranziehung des „freien Bestandes", von dessen Höhe auchdas Guthaben der Neichsrentei bei der Bank naturgemäß in gewissemGrade abhängig ist; andere Kriegseinnahmen kamen überhauptnicht iu Betracht. Wenn der „freie Bestand" nicht in beträchtlicherHöhe vorhanden war, womit hat dann Rußland die sehr erheblichenKosten der drei ersten Kriegsmonate bestritten?
Ähnlichen Zweifeln, wie der freie Bestand der Neichsrentei, be-gegnen auch die großen Überschüsse des ordentlichenEtats. Aber mich hier fehlt es neben der kontrollierenden Be-obachtung der aufeinanderfolgenden Jahresrechnungen nicht an greif-baren Anhaltspuukten. Mau braucht nur für den Zeitraum von 1886bis 1904 die Vermehrung der russischen Staatsschuld den außer-ordentlichen Ausgaben gegenüberzustellen, die der russische Staat nach-weisbarer Weise geleistet hat, insbesondere fiir die Ausdehnung desStaatsbahnnetzes von 4000 auf mehr als 30 00» icm. Auch wennman mit dem größten Skeptizismus uud der größten Vorsicht zuwegegeht, kommt man zu dem Resultat, daß Rußland in dem erwähntenZeitraum ganz beträchtlich mehr allein für den Ansban der Eisen-bahnen ausgegeben haben muß, als die gleichzeitige Vermehrung derStaatsschuld nm etwa 1.750 Millionen Rubel betrng. Dazu rechneman die übrigen außerordentlichen Ausgaben und die Tatsache, daßan die Stelle der Schuld des Staates an die Bank ein mehrere hun-dert Millionen Rubel starkes Guthaben bei der Bank getreten ist.Das alles beweist, daß in der Tat seit der zweiten Hälfte der 80erJahre der ordentliche Etat enorme Überschüsse, die neben dem Erlösder Anleihen zu den außerordentlichen Ausgaben verwendet werden