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Daß für die Zukunft der russischen Volks- und Finanzwirtschasteine Gesundung der Agrarverhältnisse von der größten Bedeutungist, wird allgemein anerkannt. Daß aber in den letzten Jahrzehntendie russische Finanzpolitik ihre Erfolge dnrch eine Aussaugnng desBauernstandes erzielt habe, diese Behauptung stellt sich nach den obigenAusführungen als eine Mythe dar.
II. Die japanischen Finanzen vor dem Kriege.1. Der Etatsvoranschlag für 1903/04.
Der Voranschlag sür das Etatsjahr 1903/04 bezifferte die ordent-lichen Einnahmen auf 231,8 Milliouen Jeu (— 484,5 MillionenMark), die ordentlichen Ausgaben auf 178,5 Millionen Jen 373Milliouen Mark). Der Überschuß der Einnahmen über die Aus-gaben stellte sich danach im ordentlichen Etat auf 53,3 Millionen Aen(^ 111,5 Millionen Mark).
Die außerordentlichen Einnahmen Maren mit 19,9 MillionenUen (41,6 Millionen Mark) angesetzt, die außerordentlichen Aus-gaben mit 60,3 Millionen Yen (^ 138,6 Millionen Mark); die Aus-gaben übertrafen mithin im außerordentlichen Etat die Einnahmenum 46,4 Millionen Aeu (^ 97 Milliouen Mark).
Insgesamt waren die Einnahmen auf 251,7 Millionen Aen(^ 526,1 Millionen Mark), die Ausgaben auf 244,8 Millionen Yen(^ 511,6 Millionen Mark), der Überschuß auf 6,9 Millionen Yen(^ 14,5 Millionen Mark) veranschlagt.
Während an dem russischen Budget die Größe der Ziffern auf-fällt, muß bei Japan die Geringfügigkeit der Summen, mit denender Staatshanshalt geführt wird, Erstaunen erregen. Die japanischeBevölkerung wird für das Jahr 1900 auf 44,8 Millionen Seelen an-gegeben, also auf etwa drei Viertel der Bevölkerung des DeutschenReiches, auf etwa ein Sechstel mehr als die Bevölkerung Frankreichs und auf etwa eiu Drittel der Bevölkerung Rußlands . Dagegen stelltensich die Einnahmen des japanischen Staates nach dem letzten Friedens-budget mir auf etwas mehr als eiu Viertel der Einnahmen des Deut-schen Reiches (ohne Einzelstaaten), auf iveuiger als ein Fünftel der