>L Erster Teil, Die Finanzen Rußlands und Japans vor dem Kriegsausbruch.
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Der in Anbetracht der bisherigen Dimensionen des japanischenEtats geradezu enorme Betrag von 516 Millionen Jen — 1078,5Millionen Mark wurde teils aus der chinesischen Kriegstostenent-schädignng, teils aus den Überschüssen der früheren Etatsjahre ent-nommen, teils durch Anleihen aufgebracht. Die Kosten des chinesisch-japanischen Krieges, die auf 235 Millionen Jen beziffert werden,waren zum Teil durch die Aufnahme einer Kriegsanleihe im Betragevon 125 Millionen Aen, znm Teil aus laufenden Einnahmen be-glichen worden; ein Rest von etwa 86 Millionen Jen wurde aus derchiuesischeu Kriegstostenentschödignng gedeckt, deren Eingänge — ein-schließlich der Entschädigung für die Wiederabtretung der HalbinselLiaotnng — sich auf 365,5 Millionen Jeu stellten. Nach Abzug deraus dieser Summe zur Deckung der Kriegskosten entnommenen Be-träge verblieben etwa 285 Millionen Uen für die Ausführung desoben skizzierten Programms. Der zur Summe von 516 MillionenAjen noch fehlende Betrag von etwa 236 Millionen Jen wurde zueinem geringen Teil aus den Überschüssen der früheren Etatsjahregedeckt, in der Hauptsache wurde er auf Anleihen überwiesen, die imBetrage von 263,15 Millionen Jen genehmigt und bis zum Schlüssedes Etatsjahres 1902/63 im Betrage von 193 Millionen Yen znrAufnahme gelangt waren.
Abgesehen von der Steigerung der für deu Dienst der Staats-schuld aufzuwendenden Summe machte die militärische und wirt-schaftliche Reorganisation Japans eine fehr erhebliche Erhöhung derlaufenden Ausgaben erforderlich, die durch eine entsprechende Er-höhung der ordentlichen Einnahmen zu decken war. Zu diesem Zweckhat Japan vom Jahre 1896 an die Steuerschraube ganz gewaltig an-gezogen. Die im Jahre 1899 für einen fünfjährigen Zeitraum be-schlossene Erhöhung der Grundsteuer ist bereits erwähnt i danebenwurde im Jahre 1896 die Gewerbesteuer eingeführt, im Jahre 1899die Einkommensteuer beträchtlich erhöht, in den Jahren 1896, 1898nnd 1961 die Verbranchsabgabe auf Sake auf nahezu das Vierfachegesteigert, 1898 an Stelle der Takakstener ein Tabakmonopol einge-führt, 1899 die Soysteuer verdoppelt, eine Tonnenabgabe einge-führt, der Zolltarif revidiert und die Stempelsteuern erhöht, 1901eine Biersteuer und eine Zuckerstener eiugeführt.