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Das Geld / Von Karl Helfferich
Entstehung
Seite
VII
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Vorrede.

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bisher vorbeigegangen ist. bleibt noch zu ergründen, eine Anzahl vonBrücken zwischen Teilgebieten bleibt noch zu schlagen, und vor allemerfordert es Zeit und nochmals Zeit, bis man die eigene Kleinarbeitinnerlich hinreichend überwunden hat, um ihre Ergebnisse richtigbewertet und am richtigen Ort in den großen Zusammenhang einreihenzu können.

Der vorliegende Hand erfordert seiner Natur nach eine Ergänzungdurch .eine Darstellung des Rankwesens. Obwohl ich mich auch mitdieser Materie eingehend befaßt und sie seit Jahren zum Gegenstandvon Vorlesungen gemacht habe, bin ich nach den bei der nunmehrabgeschlossenen Arbeit gemachten Erfahrungen und bei den großenAnsprüchen, welche meine Tätigkeit in der Kolonialverwaltung undmeine Vorlesungen an meine Arbeitskraft stellen, nicht imstande, einenTermin für das Erscheinen des zweiten Bandes festsetzen zu können..In Rücksicht darauf sind die unmittelbar mit dem Geldwesen in Zu-sammenhang stehenden Fragen des Kredit- und Bankwesens in demersten Bände soweit mitbehandelt worden, daß dieser für sich alleinein geschlossenes Ganzes darstellt.

Berlin , Anfang April 1903.

Karl HelH'erich.

Vorwort zur zweiten Auflage.

In den sieben Jahren, die seif dem Erscheinen dieses Buches ver-flossen sind, hat sieh manches ereignet, was eine unveränderte Ncu-ausgäbe nicht angängig erscheinen ließ.

Zunächst hat die Weiterentwickelung der tatsächlichen Verhältnisseauf dem Gebiete des Geldwesens eine Fortführung der historischenund statistischen Darstellung erforderlich gemacht.

Wichtiger als die Gestaltung der Tatsachen, die sich im großenGanzen innerhalb der bereits seit längerer Zeit feststehenden Bahnenbewegte, ist ein Ereignis auf dem Gebiete der. Gcldtheorie: G. F.Kx.ut"s im' Jahre 1905. ausgegebenes BuchDie Staatliche Theoriedes Geldes". Das Werk bedeutet, soweit die Analyse des staatliehenGeldwesens in Betracht kommt, einen entscheidenden Fortschritt in der