Einleitung.
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Wahrheiten durch die Dazwischenkunft des Geldes erleiden, gehört zuden schwierigsten und feinsten Aufgaben der Nationalökonomie, zu-gleich zu denjenigen Aufgaben, durch welche die volkswirtschaftlicheTheorie der Ubereinstimmung mit der praktischen Wirklichkeit nähergebracht wird.
Daraus ergibt sich, von welch' großer Wichtigkeit die Kenntnisdes Geldwesens ist, sowohl für das gesamte Gebäude der Volkswirt-schaftslehre als auch für die Beurteilung einzelner Fragen der prak-tischen Nationalökonomie.
Die vorliegende Arbeit beabsichtigt, das Geldwesen in seiner Tota-lität zur Darstellung zu bringen. Sie gibt zunächst eine Entwicklungs-geschichte des Geldes, und zwar sowohl des Geldes als eines wirt-schaftlichen und juristischen Begriffes als auch der Organisation derGeldverfassung. Daran anschließend sucht sie das Geld unserer mo-dernen Volkswirtschaft theoretisch zu erfassen, in seinen Funktionen,in seinen Beziehungen zum Staate, nach seiner Organisation, nach denUrsachen und Wirkungen der in ihm vorgehenden Veränderungen.