4. Kapitel. Die Wandlungen im monetären Gebrauche der Edelmetalle. § l. 121
IflYlPMO Cbiil O
. Niedrigster | Höchster | Durchscbnittl.Silberpreis(pence pro Unce Standard)
Durchschnittl.Wertverhältnis
1 kg Gold= x kg Silber
1888
42 7 /s
22,00
1889
42
44 3 /»
42"/i6
22,10
1890
43 s /e
54 6 /s
47 "/ig
19,75
1891
.43 Vi
48 3 /*
45>/ic
20,92
1892
37 7 /e
43 3 /i
39 13 ,io
23,72
1893
30 Vs
38 3 /2
35 5 /a
26,49
1894
27
31 3 A»
28"/i6
32,56
1895
27 3 /ic
31 3 / 8
29'/«
31,60
1896
29 3 /4
31 15 /l6
30 3 A
30,59
1897
23 3 /<
29 ,3 /ig
27»/»«
34,20
1898
25
28 6 /io
26"/<«
35,03
1 fiQO
i oyy
26=7*
29
27'/, c
•iA OfiOl.CO
1900
27
30 3 /ni
28'/«
33,33
1901
24 ,E /,o
29 3 /io
27 s /ig
34,68
1902
21»/»«
26'/s
24 Vi«
39,15
1903
21 "/ig
28»/j
24 3 A
38,10
1904
24 7 /, c
28°/i6
26 3 /e
35,70
1905
25 7 /i e
30 5 /ie
27 13 /, e30 7 /«
33,87
1906
29
33 V«
31,54
1907
24/t«
32'/».
30 3 /ic
31.24
1908
22
27
24 ,3 / 32
38,67
1909
23%«
24 7 / 8
23 I2 /i 6
39,71
4. Kapitel. Die Wandlungen im monetären Gebraucheder Edelmetalle Ton 1493 bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts.
§ 1. Die Entwicklung von der Entdeckung Amerikas bis zum Endedes IS. Jahrhunderts.
In den beiden Jahrhunderten vor der Entdeckung Amerikas über-wog in den europäischen Kulturstaaten, soweit es sich auf Grund derlückenhaften Anhaltspunkte beurteilen läßt, der Gebrauch des Gold-geldes. Die fortgesetzte Verschlechterung der Silbermünzen soll injener Zeit dazu geführt haben, daß sich der Großhandel immer mehrder wahrscheinlich vom Orient nach Italien gebrachten und von dortüber ganz Europa bis nach England vordringenden Goldmünzen be-diente. Man hat sogar davon gesprochen, daß in jener Periode in denwichtigsten Kulturstaaten die „Goldwährung" geherrscht habe. DasWort „Goldwährung" darf in diesem Zusammenhange natürlich nichtals die Bezeichnung eines bestimmten Währungssystems aufgefaßtwerden; denn die Goldwährung in diesem Sinne und die Währungs-systeme überhaupt sind ja, wie im ersten Abschnitte gezeigt wurde,erst viel später entstanden. Die Geldverfassung der damaligen Zeitcharakterisiert sich vielmehr als Sortengeld, und der Ausdruck „Gold-währung" kann hier nur besagen, daß innerhalb dieses Rahmens dertatsächliche Gebrauch von Goldgeld vorherrschend war.
Wie weit die herkömmliche Begründung dieses Zustandes durchdie Verschlechterung der Silbermünzen zutreffend ist, muß hier dahin-