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Das skatologische Element in Literatur, Kunst und Volksleben / von Paul Englisch
Entstehung
Seite
130
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Schmeckt's gut in der Küche, so schmeckt's um so üblerim Abtritt.

Hei deut so dick, as wenn he recht wat weer und 't is doch

mit 'n Sehet besegelt.Ih,' de besopen Buer , da ehne Jürgen in de Hosen scheten

harre, Arften getten und Linsen schelten.Er sieht einen Hundsdreck für einen Grenzslein an, sagt

man von einem Menschen, der aus einer Mücke ein Kalb

macht.

De kackt di vor de Dor un bringt di ken Beesen mit, sagtman von einem Menschen, der einem anderen einen Flohins Ohr gesetzt hat. '

He het got kacken, he hell 'n Eers bi sick, mit anderenWorten: er kann gut reden.

Kacken un Sorgen kuml alle Morgen.

Da haben wir den Dreck, sagte der Pfarrer und ließ dasKind fallen.

Da wird er kleine Dreckle sch . . ., das heißt, er wird sich

einschränken müssen.Den Dreck soll niemand rütteln, er stinkt sonst um so mehr.Was natürlich ist, das hat man sich nicht zu schämen, sagte

der Kerl und setzte einen Haufen auf den Markt.Wat woßl eine Kuh, wenn's Sonnta ist. man geit'r ja kenn

iveß hemmet.

Das ist schändlich! sagte der Bauer, da die Kuh int Wasser

machte, das Land ist groß genug.Es kommt, sagte der Bauer, da hatte er drei Tage auf dem

Nachtstuhl gesessen.Wer hol de Wost fraten? reip de Burhier mal. all up 'n

Em.mer!

Der Hund mag Geld sch .. ., sagte der Bauer, als der Knecht

mehr Lohn verlangte.Dat's ken Spaß, ma kann jetzunder den eegenen Ers nich

truen, sät Josef Maier, da woll hei en Furz laten un harre

si darbi in de Büx schitten.Je mehr man den Dreck trampt, desto dünner werchl he,

das heißt, man soll das Begrabne ruhen lassen.Smit de Dreck an de wand, klift he, so klift he.Wat soll ein Dreck, ivenn er nicht stinket.

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