Will ihn jemand von dannen führen.
So tut man bald sein Säuart spüren.
Er treibt gar unverschämte Wort
Bei der Gesellschaft fort und fori.
Solchs währet bis zu Mitlernacht,
Bis daß die Zeche wird gemacht,
Daß jedermann soll gehn zu Haus,
So will er nicht zur Stuben raus,
Sondern darf sich legen auf die Bank
Und drinnen machen großen Gestank.
Kommt er dann endlich auf die Gassen,
So torkelt er über die Maßen,
Als warn die Häuser alle sein.
Im Kot wälzt er sich wie ein Schwein,
Bis er zuletzt wird gebracht zu Haus.
Seine Frau muß bald ihn ziehen aus,
Find't aber in dem G'säße sein
Ich weiß nicht was für Weinbeerlein,
Dafür sie einen Ekel hat,
Also daß sie rieht an ein Bad
Und putzet ihm die Hosen aus,
Davon stinket das ganze Haus.
Wenn sie nun solches hat vollbracht,
Alsdann sie ihn nimmt wohl in acht.
Mit großer Müh zu Bette bringt,
Allda er mit der Sauglock klingt,
Wann er ist zugedecket wohl,
So farzet er das Bette voll,
Er grolzt, bis ihm das Kellergeschoß
Ausstößt ein Haufen Brocken groß,
Vielleicht hofiert auch ins Bett,
Daß eine Sau bei ihm Nahrung hält usw. usw.
Abraham a Santa Clara (iG/i4— J 709) ist wohl der po-pulärste Kanzelredner seiner Zeit gewesen, und seinePredigten sind auch heute noch lesenswert Unser Wie-ner Hofprediger scheut sich nicht, alle Register zuziehen, selbst an die heikelsten Dinge heranzugehen unddiese mit solch unverblümter Deutlichkeit seinen Hörern
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