geschäfte m England , ein paar hundert Millionen durch kurzfristigeOperationen in den Vereinigten Staaten und schließlich 1,25 Mil-liarden durch die mit England in den Vereinigten Staaten ab-geschlossene Anleihe.
Meine Herren, als Deutschland bald nach Kriegsausbruch imMonat September mit seiner 5°/gigen Kriegsanleihe zum Kursevon 97,3 herauskam, sprachen die französischen Zeitungen von dembevorstehenden deutschen Staatsbankrott. Die Franzosen sindsehr bald bescheidener geworden. Sie haben zu Beginn des Jahres1915 ihre '5°/gigen Lons 6e la ckekense nationale nicht zu 96,5,sondern zu 95 herausgebracht, und es war ein Mißerfolg. Sie habensich jetzt entschlossen, für ihre neue 5°/„ige Anleihe sich einenErfolg unter allen Ausständen dadurch zu sichern, daß sie einenAusgabekurs festsetzten, der nominell 88 ist, sich aber, wenn Sie dieverschiedenen Zinsvergütungen usw. abziehen, auf etwa 86,80 Pro-zent stellt.
(Hört! hört!)
Also, meine Herren, eine deutsche 5°/„ige Anleihe zu 97^,das war der deutsche Staatsbankrott, aber eine französische 5°/gigeAnleihe zu 86,80 Prozent ist 7-,
(Zurufe rechts: Siegesanleihe!)jawohl, das „ZZlnprunt cle 1a Victoire", die „Siegesanleihe".
Herr Ribot, der französische Finanzminister, hat diesem5°/oigen Papier, zu dem sich das Land der 3°/„igen Rente ent-schließen mußte, sehr zärtliche Worte mit auf den Weg gegeben.Er hat in der Kammer bei der Einführung des Anleihegesetzesunter anderem gesagt:
Die 5°/oige Anleihe ist das alte französische Papier,das man in jedem Haus, ja in jeder Hütte fand, dasunsere Väter gekannt und geliebt haben, weil es einStück von Frankreich war,
(Heiterkeit)
ein Andenken an die Tage, die auf die langen Kriege
folgten, die Frankreich überdauerte.Auch über den niedrigen Ausgabekurs weiß sich der kluge Akademikerhinwegzutrösten. Er ist bei Till Eulenspiegel in die Schule ge-gangen
(Heiterkeit)
und sagt:
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