And dieses England , das mit solchem Risiko, mit solcher Gefahrbehaftet ist, spricht das frevelhafte Wort vom Erschöpfungs-krieg! Dieses England will von den Waffen, mit denen es unsnicht zu überwältigen vermag, mit denen es bis in die jüngste Zeitsich schwere Mißerfolge holte, an den Kunger und Bankrott appel-lieren! Der Appell wird versagen!
Wir wissen, daß wir das Nötige zum Leben und zum Kämpfenhaben und haben werden; wir wissen, daß trotz aller Absperrung dasBrot, die Kartoffeln und andere wichtige Dinge bei uns billiger sindals in England und in Frankreich , denen das Meer offensteht.
(Sehr richtig!)
And der Feind soll wissen, daß wir auf jeden Aberfluß verzichten, daßwir, wenn es sein muß, lieber jede Not ertragen als desFeindes Gebot.
(Lebhafter wiederholter Beifall.)Er soll aber auch wissen, daß uns außerdem nach wie vor unserscharfes Schwert zur Verfügung steht, ungebrochener Kampfesmutund ungebrochene Siegeszuversicht.
(Lebhafter Beifall.)Die deutsche Eisenfaust, die jetzt mit wuchtigem Schlage das EiserneTor gesprengt und über den serbischen Vasallen und Torwächterhinweg eine breite Bahn nach dem Osten geöffnet hat, — dieseeiserne Faust holt zu neuen Schlägen aus, wenn unsere Feinde esdurchaus so haben wollen.
(Erneuter lebhafter Beifall.)Die Verantwortung allerdings für das Blut, das dann weiter-hin fließt, für alle die Not, die weiter über die Welt kommt, fürdie schweren Gefahren, die unserer ganzen europäischen Kulturdrohen, diese Verantwortung fällt nicht auf Deutschland ;
(lebhafte Zustimmung)sie sällt auf jene, die sich nicht entschließen können, aus unseren Er-folgen, die uns die ganze Welt nicht mehr streitig machen kann, dieFolgerung zu ziehen: uns das Recht auf die Sicherung unsererZukunft zuzugestehen.
(Zustimmung und Beifall.)Sie fällt auf jene, die in törichtem und verbrecherischem Wahnheute noch von unserer Zerschmetterung und Zerstückelung redenund von dem Ersch öpfungs krieg, der sie ans Ziel bringen soll.22