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Dritte Kriegsanleihe ; Dr. [Karl] Helfferich, Staatssekr. d. Reichsschatzamts, über Deutschlands Finanzen. <Reichstagsrede v. 28.8.1915>
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(Heiterkeit.)

Das heißt auf deutsch :

Eine Entwertung unseres Kredits liegt in keinerWeise vor; es bestehen einfach nur gewisseSchwierigkeiten im Bezahlen.

(Große Heiterkeit.)

Meine Herren, mit Ihrer Heiterkeit stellen Sie sichin einen gewissen Gegensatz zur französischen Kammer;denn nach dem Bericht über die Sitzung sind diese Wortedes französischen Finanzministers von der Kammer allseitigmit Rufen: /I'i-ös Klon! 1>i-Ss disn!" applaudiert worden.

(Erneute Heiterkeit.)

Nun, meine Herren, lasseu Sie mich vou deu einzelnenErscheinungen, die ich mir erlaubt habe Ihnen vorzu-führen, auf das Ganze und auf das Wesentliche zurück-kommen, auf den Kern, in dem das Geheimnis unseresErfolges ans dem finanziellen Kriegsschauplatz liegt! Dasttchcimnis liegt nicht in dem, was man gemeinhin Reich-tum neuut. Darin ist nns das britische Weltreich und istuns, auf deu Kopf der Bevölkerung gerechnet, auch Frank-reich unbestreitbar überlegen. Der Reichtum, dem wir denErfolg verdanken, ist nicht etwa nur die Summe vongeldwerten Ersparnisse». Er umfaßt vielmehr unseren ge-samten wirtschaftlich-technischen Apparat, er besteht vorallem in der lebendigen Arbeitskraft unseres Volkes, dieim Krieg und für den Krieg wirkt und schafft.

(Lebhafte Zustimmung.)

Was der Krieg verzehrt, das ist nicht etwa unser Stockrollenden Geldes; das ist die Summe von Kriegsmaterialund Unterhaltsmitteln, die unser Volk Gott sei Dankans eigenem Boden in Anspannung aller Energie stetsaufs neue gewinnt und erzeugt. Das Geld wird dabei