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Dritte Kriegsanleihe ; Dr. [Karl] Helfferich, Staatssekr. d. Reichsschatzamts, über Deutschlands Finanzen. <Reichstagsrede v. 28.8.1915>
Entstehung
Seite
29
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Generationen langjähriger Schulung und Zusammenarbeit,dazu gehört die eiserne Erziehung zu Pflicht uud Disziplin,dazu gehört das in tausendjähriger Geschichte zu Stahlzusammengeschweißte Volkstum.

(Lebhaftes Bravo.) ^

Darum mögen sie uns Vernichtung und Zerstückelungansagen? au diesem stahlharten deutschen Volkstum wirdihre Zahl und Macht, ihr Geld und ihre Tücke zerschellen.

(Bravo !)

Wir tragen den Sieg in uns. Wir fühlen die Verheißungdes Sieges doppelt stark in diesen Tagen, wo unter denDouuerschlägen unserer festungsbezwingenden GeschützeSchwankendes Gestalt gewinnt, wo jeder das Herannahengroßer Eutscheiduugen spürt, wo der Flügelschlag derWeltgeschichte, des Weltcnschicksals in der kleinsten Hüttehörbar wird. Wir wissen in diesen Tagen Heer und Volkdurchdrungen von dem Bewußtsein, daß es abermalsgilt, alle Kraft einzusetzen; wir wissen, daß es in jedemDeutschen zuckt, mit Hand anzulegen bei der großen Ent-scheidung, draußen in der Feldschlacht und im Festungs-krieg, daheim im wirtschaftlichen nnd im finanziellenRingen. Deshalb, meine Herren, vertraue ich: der Kredit,deu Sie jetzt bewilligen werden, wird vom ganzen Volkedurch die Beteiligung an der neuen Kriegsanleihe gut-geheißen. Keiner wird sich ausschließen. Große undKleine werden ihre Pflicht tun. Die Daheimgeblicbeuenwerden abermals den kämpfenden Brüdern draußen ihrenDank abstatten und sich ihrer würdig erweisen.

(Bravo !»

Die Daheimgebliebeneu werden dazu beitragen, mit einemneuen durchschlagenden Erfolge uns näher zu bringen anSieg und Frieden, an den deutschen Frieden, der uus dieVollendung des Werkes von 1812 und 1870 seiu wirdan den Frieden, der uns und unseren Verbündeten dauernde