BITTE AN DEN WIND
Ich folgte ihr auf manchen bunten WegenZu einem hohen gottgesetzten Ziel,Es blühte unter ihrem Fuß der SegenDer Flur in luftgewobnem Spiel.
Die frühen Blumen sanken ihr zu Füßen,Es wälzte sich das Meer in langen WogenZur Felsenküste, fromm sie zu begrüßen;In heitrem Azur glüht des Himmels Bogen.
Auch ich, berauscht von ihrer Schönheit Macht,
Sank vor ihr nieder, küßte ihre Füße
Und huldigte der hehren Macht
Und bat den Zephir, daß er von mir grüße,
Wenn er auf sanften Fahrten einst das LandErreiche, wo der Götterdienst der SchöneGelöst das harte frevelhafte Band,Das eine Göttin schlang um ihre Söhne.
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