Vor meine Seele tritt und alle ResteDes Erdenwallens aus dem Busen raubt.
Nun ist er da. Nun reiche mir die HandUnd ruf den Flötenspieler, dessen KlangDie grauenvolle Macht des Abschieds bannt,Ihn, der schon oft vor meinem Lager sang.Dann will ich scheiden wie ein Hirtenlied,Wie ein Vergessen durch den Abend quillt,Wie blauer Weihrauch um den Altar zieht,Wie ein Gebet, das auf zum Himmel schwillt.
Der Dichter
In meinem Herzen, Leda, kämpft die Nacht
Mit einem Meer von Rosen - und die Lust,
Zu deinen Knieen hinzusinken, wacht
Ob jedem andren Trieb in meiner Brust.
Ich bin des Gottes voll, der mich gebar .. .
In meinem Auge schimmern keine Tränen
Und meine Seele lächelt in dem Jahr
Voll Trauer, in dem Jahr voll Sehnen.
Doch die du stets gehebt hast - deine Knaben
Will ich dir rufen, daß ihr Spiel dein Scheiden
Dir leichtre, und du sollst dich laben
An ihren Klängen, Rausches voll dann scheiden
Aus einer Welt voll Rausches und voll Blüten:
Hinübergehen sehnsuchtsvoll und leicht
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